High Heel-Training

 

 

High-Heel-Training

Laufen lernen in der Hoch-Schule 😉

High Heel – Training

 

Ziemlich genau vor einem Jahr habe ich eine große Dummheit gemacht. Ich habe mich für einen High Heel-Training angemeldet. Einen 8-Stündigen-Tagesworkshop.

Du musst wissen, dass ich damals vor Schmerzen kaum barfuß laufen konnte. Geschweige denn…

Ich habe mir das geschenkt. Zum Trost. Und weißt du was? Es war eine der besten Entscheidungen, die ich treffen konnte. Denn meine Füße waren das erste Mal glücklich.

Und gestern war ich wieder dabei…

Absatzprobleme? Nicht mit glücklichen Füßen

B-edel – Gehen auf hohem Niveau – steht auf dem Schild. Ich drücke auf die Klingel, der Kurs geht gleich los…

Klack-Klack-Klack. Edeltraud Breitenberger kommt mir entgegen. Ich kann sie hören. Es klingt in meinen Ohren – bezaubernd und schön.

Edeltraud – Allein der Name ist ein Versprechen. Findest du nicht?

Also, Edeltraud hat irgendwann gemerkt, dass die Welt sie braucht

Für mich ist das schon mal die erste – kostenlose – Lektion:

Wir Frauen halten uns und unsere Talente leider häufig zurück. Meinen, was wir können, wäre so unbedeutend und klein. Nicht der Rede wert.

Und hier treffe ich nun auf eine Frau, die weiß, wie sie sich auf hohem Niveau bewegen kann. Was ist das schon? Ganz viel:

  • Für eine Braut am schönsten Tag ihres Lebens. Statt unbeholfen und staksig einfach nur bezaubernd schön
  • Wenn eine Businessfrau ihre weibliche Kraft auch durch Kleidung und Schuhe zum Ausdruck bringt
  • Für eine Mit-50erin, die ihre Weiblichkeit entdeckt und sich nicht nur schöne Schuhe leistet sondern auch noch einen Kurs gönnt, um sich darauf wie eine Königin zu fühlen

„Meine Trainings wirken!“ sagt die High Heel-Trainerin aus München selbstbewusst. Außen und vor allem innen. Wenn manche Frau, wie nach eigenem Bekunden, anfangs noch „wie ein Storch im Salat“ schreitet, strahlt sie am Ende eines Tagesworkshops mit einem gesunden Körpergefühl Souveränität aus. Mit – und ohne High Heels.

Not-Stand behoben

Als Chefstewardess war Edeltraud viel auf den Beinen. Aber dessen nicht genug: Sie flog öfter nach Buenos Aires und tanzte extensiv Tango. Als ihre Füße irgendwann nicht mehr mitmachten, bemühte sie sich verzweifelt um Hilfe. Ließ sich Übungen von einer Yogalehrerin zeigen, die sie wieder auf die Füße brachten. Massierte ihre Füße und baute eine ganz besondere Beziehung zu ihren Lieben auf. Über viele Jahre entwickelte sie ihre eigene Methode, die sie nun in ihre Trainings einfließen lässt.
Ihr damaliger Tango-Partner hat das gut auf den Punkt gebracht: „Kolumbus hat Amerika entdeckt – Und du deine Füße“.

Wie läuft eine High Heel-Training ab?

Nach einem herzlichen Empfang dürfen wir erst mal laufen – so wie immer. Die Fachfrau schaut. Sie fragt: „gefällt dir der Sound?“. „Das Klack-Klack?“. Also ich finde es schön. Meine Nebenfrau hat noch nie darauf geachtet. Neulich habe ich in einem Macho-Blog gelesen: Ein schlurfender, unbeholfener Gang ist schlecht für die Karriere und lässt Männer erschaudern. Naja.

Jetzt kommt ganz viel Liebe ins Spiel

Nach dem Probelaufen, ziehen wir die Schuhe aus. Wir dürfen unseren rechten Fuß massieren. Manche Frau macht das gar nicht gerne. Hat ein gespaltenes Verhältnis zu ihren Zehen und Füßen. Edeltraud setzt sich ein: „Und wenn du jetzt versuchst, mit all deiner Liebe Verbindung aufzunehmen?“ Sie kann sich besonders einfühlen, denn als junge Frau stand sie mit ihren Füßen auf Kriegsfuß. Sie mochte sie einfach nicht. High Heel-Training ist also auch Beziehungsarbeit mit dem eigenen Körper.
Jetzt klappt es bei der Teilnehmerin. Und die Belohnung folgt auf dem Fuß. Wir stellen uns hin und spüren ganz überdeutlich den Unterschied:

Der rechte Fuß ist viel lebendiger, präsenter. Und wir haben das Gefühl von einer größeren Auflagefläche. Jetzt kommt natürlich auch der linke Fuß zu seinem Recht. Danach gibt’s Fußübungen.

Und die Kniegelenke küssen sich

Für einen eleganten Stand und Gang ist es wichtig, dass sich die Knie küssen. Beim Gehen streifen sie sich sanft und liebkosen sich. Beim Tango ist das noch intensiver: Da halten auch die Fersen Kontakt und die Knöchel spielen miteinander.

Eine geschmeidige, schöne Bewegung entsteht, wenn unsere Körperteile miteinander in Beziehung stehen. Und dafür entwickeln wir hier ein Gespür.

Der Becken-Vermeidungs-Gang

Weiter geht’s: Wie bewegst du deine Hüften natürlich? Sie zeigt eindrücklich den „Becken-Vermeidungs-Gang“. Leider halten manche Frauen ihr Becken so fest, dass es nicht natürlich schwingen kann und verzichten dadurch auf die Kraft aus ihrer Mitte.

An der Schulter hat sie mich kalt erwischt

Welche Bewegungsqualität brauchen die Schultern für einen natürlich dynamischen Gang?  Da hat sie mich kalt erwischt. Ihr fiel auf, dass meine Handflächen beim Gehen nach hinten zeigen. Das wirkt so zupackend. Und stimmt, das ist noch ein Relikt aus meiner Zeit, die ich in der Herrenumkleidekabine verbracht habe

Wenn ich sie jedoch so drehe, dass die Daumen nach vorne weisen, gehen meine Schulterblätter zusammen und mein Brustkorb weitet sich. Meine Haltung ist dann offener und Edeltraud war ganz entzückt über das Spiel meines Rückens. Zu dumm, dass ich mich nicht von hinten sehen konnte.

Ich sitze ziemlich viel vor dem Computer. Jetzt zum Beispiel, während ich diesen Text schreibe. Mein Kopf ist häufig gebeugt. Das ist mir bewusst und ich gleiche das wieder aus. Aber meine Schultern… Die Tastatur ist zu weit weg.  Was passiert? Schultern und Ellenbogen wandern nach vorne, mein Rücken wird rund, mein Kopf neigt sich nach vorne…. Danke Edeltraud

Ein Buch auf dem Kopf

… bekamen wir zwar nicht. Eine einfache Karte tat es auch. Diesen Tipp, den mir schon meine Oma gab, habe ich ganz aus den Augen verloren. Schade eigentlich. Denn so einfach kommen wir zu einer souveränen Haltung.

Ein ganzer Koffer voller High Heels…

Abgerundet wird der Workshop mit Tipps zu Schuhen:

Sie gibt Tipps über die wichtigsten Grundvoraussetzungen für einen guten Schuh, Pumps und High Heels. Spricht über Absatzhöhe, Absatzform und Material etc. für Schuhe. Leder, vor allem Wildleder schmiegt sich gut an den Fuß an.

Und welche Schuhe kaufen wir besser nicht?

Wir haben alle unsere hohen Exemplare dabei und begutachten sie gegenseitig. Da sind Schuhe dabei, die ungetragen im Schuhschrank schlummern! Nach diesem Workshop werden wir nie mehr wieder Schuhe kaufen, die wir dann doch nicht tragen!“ Das alleine holt die Kosten für das High Heel-Training  wieder raus.

Das ist doch nur für Modells oder so?

Jetzt fragst du dich bestimmt, wer denn bei so einem Workshop alles mitmacht? Zukünftige Modells oder so? Ich war auch ganz gespannt. Weit gefehlt. Es könnte deine Kollegin sein; die unscheinbare Verkäuferin. Vielleicht die Apothekerin. Mich hat vor einem Jahr beeindruckt, dass eine 70-jährige Firmeninhaberin sich einen Schubs gab. Sie hat 40 Jahre lang die Firma gewuppt und ist immer ihren „Mann gestanden“. Fand sich nie so richtig weiblich und das wollte sie jetzt ändern. Wow – ich fand das so beeindruckend und sie überzeugte uns alle.

Wenn du dich für ein Training interessierst, klicke hier: B-edel – Gehen auf hohem Niveau

Rückblickend

fand ich meinen Entschluss alles andere als dumm. Ich habe mir etwas gegönnt, was mir nicht nur viel Freude gemacht hat sondern langfristig viel bringt. Ich kann mich sicher, souverän und elegant auf hohen Hacken bewegen. Das kommt mir nicht nur bei meinem geliebten Tango zugute sondern auch wenn ich mit flachen Tretern unterwegs bin.

Wie stehst du zu so einem Seminar?  Sagst du dir: „das brauch ich nicht?“  Denkst du jetzt anders? Schreib unten  gleich einen Kommentar.

Alles Liebe und Grüße an die Füße

Birgit

 

 

 

12 thoughts on “High Heel-Training

    • Birgit

      Liebe Dorothe,
      ja, das steckt an. Irgendwie bekomme ich gerade Lust, mal etwas über dich zu schreiben. Über deine kulinarischen, Frauen verwöhnenden Ayur Veda Workshops. Ich bin so dankbar über euch tollen, starken Frauen, die ihr alle auf meine Seiten findet.
      Alles Liebe und grüße die Füße
      Birgit

  1. Das ist ein ganz wunderbarer Beitrag!!
    Er beschreibt treffend und schön, was für ein Wohlfühl-Erlebnis ein High-Heel-Training bei Edeltraud ist!!
    (Übrigens auch ein super Geschenk für einen Junggesellinnen-Abschied. Oder ein Mutter-Tochter-Event, grad wenn die Mädels in der Pubertät sind und man vielleicht gerade nicht so viele gemeinsame Nenner findet.
    Oder auch mal wieder was mit der eigenen Mutter gemeinsam machen?)
    Ich hab selbst schon ein High Heel Training bei Edeltraud genossen. Danke Edeltraud, ich nutzte das Wissen jetzt noch, obwohl es schon Jahre her ist. – Aber auch einige meiner Kundinnen, berichteten mir, wie wunderschön, erholsam aber auch hilfreich sie das Training fanden! Kann nur sagen: Ausprobieren lohnt sich!
    Danke und liebe Grüße – Christiane

    • Birgit

      Liebe Christiane,
      du sprichst von Wohlfühlen. Das habe ich auch im Artikel geschrieben. Ich war sehr skeptisch, ob ich das Seminar überhaupt überstehe, weil mir meine Füße damals so unglaublich weh taten. Ich hatte irgendwie die Vorstellung, dass wir da wie auf einem Laufsteg hin und her laufen, bis wir es kapieren. Unlustig irgendwie. Dabei war es ganz anders. Einfach nur schön. Es hatte etwas von „Ankommen“. Das ist übrigens eine gute Idee, so ein Seminar zu verschenken. Das bleibt auf jeden Fall in Erinnerung.
      Alles Liebe
      Birgit

  2. Liebe Birgit, der Beitrag ist klasse. So wie du den Kurs schilderst, bekommt man wirklich Lust darauf – vor allem, weil es um mehr geht als nur gut zu gehen. B-edel gelingt es offensichtlich über das Äußere (Haltung und Bewegung) Inneres bewusst zu machen, aufzurichten, geschmeidig und auch weiblich elegant werden zu lassen – und das mit Spaß und Lebensfreude***. Übrigens können High Heels ja auch sehr beeindruckend wirken – wie eine elegante Waffe – anziehend und gefährlich zugleich für das andere Geschlecht. Gut, wenn man damit umgehen kann. Mich persönlich haben High Heels nie interessiert – tun es auch immer noch nicht – aber das ist nicht wirklich wichtig. Königinnen gibt es überall, ob barfuß in Sneekern, Ballettschuhen, Wanderschuhen, Highheels. Sich dessen bewusst zu werden oder sich wieder daran zu erinnern gibt es immer wieder Möglichkeiten, die man mutig ergreifen darf.

    Alles Liebe ~ Claudia Gabriele

    • Birgit

      Liebe Claudia Gabriele,
      frau muss High Heels nicht mögen. Das trifft für viele zu. Hier geht es um ganz etwas anderes, wie du gut beobachtet hast. Nämlich, dass frau sich kraftvoll, weiblich und selbstbestimmt und einfach schön bewegt. Das gilt übrigens auch für Männer. Ich finde es einfach schade, wenn Mann wie Frau achtlos schlurfend vor sich hingeht. Ich war letztes Jahr in Indien und war beeindruckt, mit welcher Grazie sich viele indischen Frauen mit ihren Flip Flops bewegen. Wir teutonischen Touristinnen in Treckingsandalen konnten uns da einiges abgucken;-)
      Alles Liebe für dich und vielen Dank für deinen Kommentar
      Birgit

  3. DAS ist ja mal ein klasse Beitrag und eine super Idee 😀
    Wenn sowas jemals im Saar-Pfalz-Kreis statt findet, bin ich sofort dabei…
    Das Laufen selbst in hohen Schuhen kann ich bereits, aber leider nicht schmerzfrei! Die Kombination aus eurer beider Arbeit, wäre sicher das Beste was Frau sich gönnen kann! 🙂

    ♥liche Grüße:
    Sylvia

    • Birgit

      Liebe Sylvia, Ja das ist wirklich eine gute Idee. Du kannst für Edeltraud gerne etwas organisieren. Oder du macht dir eine königinnenhaftes Wochenende und genießt noch einen Tag München. Ich finde es toll, dass du dich um deine Bedürfnisse kümmerst. Manchen Hunger können wir Frauen nicht durch essen stillen.
      Alles Liebe
      Birgit

    • Birgit

      Liebe Claudia,
      vielen Dank. Ja, das war für mich ein wichtiger Schritt. Denn ganz ehrlich: ein Teil von mir fühlte sich irgendwie wie Aschenputtel.
      Andererseits tanzte ich Tango. Mit der Anmeldung zu diesem Seminar habe ich mich definitiv für meine Weiblichkeit entschieden. Und das hat Nachwirkungen. Aber so was von. 🙂
      Alles Liebe
      Birgit

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