Morton Neurom

Morton Neurom

 

Morton Neurom –

Wenn die Fußsohlen brennen oder sich taub anfühlen

 

Damit ich bei Fußproblemen wirklich mitreden kann, hat sich das Universum gedacht, wäre doch ein Morton Neurom nicht schlecht…

Das habe ich am rechten Fuß. Ja, da habe ich auch Hallux valgus, Blutergüsse von der letzten Tangonacht, als es recht eng herging und eben dieses Kribbeln. Grrr.

Schuld ist nicht der Tango, sondern die Berge… Wie so viele aus der Tangoszene, geh ich gerne mal auf einen Klettersteig. Rauf war kein Problem, aber beim Abstieg über ein schier endloses Geröllfeld wurde mir klar: meine Bergstiefel sind mir zu kleieinnnnnn.

Das war, bevor ich gelernt habe, dass Füße in den Wechseljahren gerne eine Nummer größer werden.

Nach besagter Heldentat hatte ich links einen Bluterguss unter dem Großzehennagel und am rechten Fußballen nichts… Also: ich hab nichts mehr gespürt. Das hat mich ziemlich irritiert. Ich meine, damals habe ich meine Füße ohnehin nicht gespürt, aber so ein Taubheitsgefühl war mehr als unangenehm.

Das liegt schon einige Jahre zurück. Das tumbe Gefühl verschwand nach ca. 3 Wochen wieder. Der Nagel links hat mich zwei weitere Jahre beschäftigt.

Im Zusammenhang mit meinen Fußbeschwerden beim Tango kam auch „mein“ Norton Neurom wieder. Diesmal stellte es sich nicht taub, sondern prickelte und kribbelte. Und ich kann dir nicht sagen, was mir lieber wäre: taub oder prickelnd?

Operation?

Übrigens kann man sich operieren lassen. Ähm. Aber geschätzte 90 Prozent der Patienten sagen nach der Operation, dass sie ein dauerhaftes Taubheitsgefühl haben. Sie gewöhnen sich zwar schnell daran, viele sind einfach froh, dass sie die Schmerzen los sind.

Im Internet habe ich gelesen, dass selbst Chirurgen wegen der Narbenbildung zögern, einen Schnitt an der Fußsohle anzubringen und den Umweg von oben bevorzugen. Lies hierzu auch Narben entstören.

 

Was ist ein Morton Neurom?

Zwischen den filigranen Knöchelchen verlaufen pro Zeh jeweils zwei Nervenbahnen, die seitlich in Richtung Nagel laufen. Wenn der Fuß durch einen zu engen Schuh gestaucht wird, leidet das Weichteilgewebe. Die Nerven werden eingeklemmt. Der gequetschte Nerv erleidet winzige Verletzungen und es kommt zu Schwellungen und Vernarbung. Aus den Narben bilden sich mit der Zeit Verknotungen, die die Missempfindungen oder Schmerzen auslösen. Neurome entstehen meist zwischen der dritten und vierten Zehe.

Ach ja: Die Morton Neuralgie betrifft mit ca. 80 Prozent fast ausschließlich Frauen. Tsss.

Das Hochzeitssyndrom

Bei einem Businesstreff erzählte mir eine Frau, dass ihr die Eitelkeit zum Verhängnis wurde. Vor etlichen Jahren war sie Trauzeugin und das Paar Schuhe, das sie eigens für diesen Anlass gekauft hatte, war ihr zu klein. Ich habe im Internet recherchiert und bin auf zahlreiche ähnliche Fälle gestoßen. Mal war die Rede vom Abi-Ball des Juniors, mal der Abschlussball des Tanzkurses für die Tochter. Neue Schuhe wurden gekauft und das war’s dann. Besonders schlimm sind übrigens Satinschuhe, denn die geben gar nicht nach.

Übrigens weiß ich noch von der Zeit, als ich geklettert bin, dass Kletterschuhe prinzipiell zu klein verkauft werden. Damit hat man im Fels einen besseren Griff. Aber ich erinnere mich auch noch, als ich in Süd Tirol einen Kletterer mit Zehenschuhen gesehen habe. Das ist vielleicht eine Alternative.

Laut einer Studie tragen 20 Prozent aller Frauen zu kleine Schuhe. Genauso viele tragen Schuhe in der richtigen Größe und der Rest? Richtig: Sie tragen zu große Schuhe. Das ist aber ein anderes Thema… Schauen wir uns an, was zu enge Schuhe noch bewirken können.

  • An unseren Zehen beginnen oder enden Meridiane. Das sind Leitbahnen, durch die deine Lebensenergie fließt. Mit zu engen Schuhen schnürst du dich von deiner Kraft ab. Willst du das?
  • Du riskierst verformte Zehennägel, Nagelbettentzündungen oder eingewachsene Nägel.
  • Hühneraugen – braucht man auch nicht
  • Durchblutungsstörungen stellen sich ein und denke auch an die Lymphe, die nicht frei fließen kann
  • Hab ich was vergessen?

Apropos Hochzeit. Eine Leserin hat mir erzählt, dass sie auf einer Feier entnervt ihre zu engen Schuhe ausgezogen und strumpfsockig weitergetanzt hat und für ihre Beherztheit Anerkennung erfahren hat. Bravo.

Alternativen zur Operation?

Wenn ich mich nicht operieren lassen will, was kann ich dann tun

Ich habe gelernt, mit mir zu sprechen.  – ?!   –  Ja, du hast richtig gehört, bzw. gelesen. Wenn ich mir sage, dass ich besser auf mich und meine Füße achten will, dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass ich mich bisher missachtet habe.

Ich frage mich: Bin ich taub für die Bedürfnisse meiner Füße?

Über meine Füße ist mir klargeworden: Fußprobleme stehen für etwas. Und dann nutzt es nichts, wenn ich mit eine Tatsache schön rede. Denn nur wenn ich es mir so drastisch vor Augen führe, bekomme ich Klarheit. Was nutzt es mir, wenn ich verwässernd von „nicht beachten“ spreche. Was meinst du?

Und ich habe gelernt, mir zuzuhören

Taub ist, wer nicht hören kann oder will. Wer hört schon auf die Signale seines Körpers?
Ein Kribbeln im Bauch stellt sich bei Verliebten ein. Sonst kribbelt es, wenn wir nervös sind. Und im Fuß vielleicht deswegen, weil wir zu starr und unbeweglich waren und uns nicht in die Richtung unserer ureigenen Ziele bewegen.

Eng, gequetscht, eingeklemmt: Das schreit förmlich nach Raum und Weite. Mit speziellen Fußmassagen gibst du den beleidigten Nerven wieder Freiraum. Nimm den Druck raus aus deinem System. Die Teilnehmerinnen des Online-Intensivkurses ZU DIR STEHEN lernen Schritt für Schritt wieder mehr Zugang zu ihrem Körper und ihren Füßen zu bekommen und auf die Zuflüsterungen ihres Körpers zu hören.

 

 

Was du sonst tun kannst

Eingeklemmte Nerven werden nicht gut versorgt. Deshalb frage deine Ärztin, ob du gut mit Vitamin B und anderen Vitaminen und Spurenelementen versorgt bist. Trinke genügend Wasser! Entlaste deine Füße und gönne dir ein paar schöne aber bequeme Schuhe. Lies auch Einzigartig auf großem Fuß. Mit Einlagen kannst du den Druck ebenfalls abmildern. Beim Tango trage ich ausschließlich Schuhe mit einer Anti-Schock-Polsterung.

Arbeite mit inneren Bildern. Denke an weiches, kühles Moos. An Weite und Raum. Sehe deine Nerven, wie sie sich entspannen, nährende Flüssigkeit aufnehmen können, sich die Knoten lösen und die Nerven wieder Lust bekommen, stille Post zu spielen. Denn dazu sind sie da: Informationen weitergeben. Sie daran zu erinnern liegt in deiner Hand.

 

Auf den Stöckel gebracht:

Wenn deine Gedanken kraftvoll genug sind, dass sie dich stundenlang in viel zu engen Schuhen aushalten lassen, dann sind sie auch kraftvoll genug, das wieder gut zu machen.

Alles Liebe und Grüße an die Füße

Birgit

Ich freue mich über jeden Kommentar. Wenn du selbst betroffen bist, schreib mir, wie du damit umgehst.

Das ist ja mal ein informativer, sorgfältig mit Liebe zum Detail geschriebener Artikel. Vielen Dank! Beate C. 

19 Kommentare zu “Morton Neurom

  1. Liebe Birgit,
    super spannender Artikel. Ich war gerade auf der Suche, bezüglich eines anderen Themas und bin wieder einmal über dich gestolpert ;-).
    Ich bin in der Körperarbeit tätig und in guter Kommunikation mit meinem Körper. In den letzten Wochen hat er mir vermehrt Fussgeschichten erzählt, ich habe zugehört und mich darum gekümmert. Mir blieb unklar, woher die plötzlich kommen. Ich trage nie zu enge Schuhe, meistens bin ich in dicken Socken unterwegs (barfuß ist aus Hygienegründen in der Praxis nicht erlaubt). Doch Anfang Juli gab es ein feines Fest und ich zog zum Sommerkleid, nach Jahren des verstaubens, meine Blümchen-nicht-mal-Highheels an. Die waren eindeutig zu eng und schmerzhaft. Ich hatte sie nur während des Festaktes an den Füßen, davor und danach bei der Heimfahrt wieder gemütliche Schuhe. Nie wäre ich darauf gekommen, dass das Tragen dieser Schuhe in der kurzen Zeit so eine Irritation auslösen kann. Ich habe heute etwas dazu gelernt, danke. Gleichzeitig frage ich mich einmal mehr, wie das möglich sein kann, dass Frauen solche Schuhe täglich tragen :-O…
    Herzdank, Petra

    • Birgit

      Liebe Petra,
      es freut mich, wenn du über mich „stolperst“ Die Geschichte, die du hier mit uns teilst kommt mir bekannt vor. Schon so manche Frau hat mir erzählt, dass sie nach nur einem, mit unpassenden Schuhen, durchtanzten Abend noch Wochen und manche sogar über Jahre Schmerzen plagten. In deinem Kommentar fallen mir die Worte: „verstauben, nach Jahren, zu eng.“ Mir kommt gerade der Impuls: wenn ich mir nun nicht die Füße, sondern die Frau vorstelle, die sich auch nur kurzfristig übergeht und sich kleiner macht als sie ist, um zu passen… dann würde es mich nicht erstaunen, wenn die Auswirkungen längerfristig zu spüren sind.
      Hier helfen oft Fragen, die wir uns stellen können. Z.B. Was brauche ich jetzt, um (wieder) in meine Größe zu kommen? Wie kann ich meine Großartigkeit feiern?
      Alles Liebe – Birgit

  2. sonny

    Hallo Birgit,
    komme gerade vom MRT mit der Diagnose, die der Doc vorher eigentlich schon gestellt hatte und nur die Bestätigung aus dem MRT wollte. Eigentlich bin ich nur auf diesen Beitrag gestoßen, da der im Zusammenhang mit Schüssler und Langzeittherapie in google auftauchte. Trotzdem fand ich den Beitrag echt toll. Allerdings habe ich eigentlich keine zu engen Schuhe (Tracking Schuhe Gr. 42 2/3, hab auch nie blaue Zehen oder stoße wo an, allerdings war ich letztes Jahr ziemlich viel unterwegs. Wollte eine 50 km Wanderung mitmachen, wurde dann aber vom Knie aus dem Rennen geworfen. Nachdem das Knie irgendwann zur Spiegelung musste, war ich ja sowieso etwas gehandicapt, aber die Fußsohle wurde nicht entscheidend besser. Aktuell laufe ich am besten barfuß. Habe auch neue Einlagen bekommen, dafür brauche ich jetzt aber erstmal neue Schuhe, mit den alten gehen die Einlagen gar nicht. Jetzt suche ich mal weiter in Richtung Schüssler oder Homöopathie, ob sich da nix findet, das den Nerv beruhigt.
    lg sonny

    • Birgit

      Hmmm, liebe Sonny,
      bislang habe ich als Ursache für ein Morton Neurom immer Enge angesehen. Also zu enge Kletter-, Tanz-, Skischuhe o.ä. Vielleicht probierst du mal, was ich gerade als Eingabe empfange: So wie du deine Finger spreizen kannst, kannst du auch deine Mittelfußknochen spreizen. Also nicht die Zehen, sondern nur gedanklich dem Mittelfuß mehr Raum geben. Gib das Kommando: „Spreizen“. Dabei wird dein Fuß Mikrobewegungen machen. Probiere das 3-mal, immer wieder zwischendurch, das könnte die Nerven entlasten. Ansonsten schütteln. Alles natürlich in Absprache mit deinem Doc. Sonnige Grüße an die Füße – Birgit

  3. Maggi

    Hallo, ich habe ein Morton-Neurom unter dem rechten Fuß. Wahrscheinlich durch zu enge Wanderschuhe und das letzte halbe Jahr Barfußlaufen. Soweit ich den Arzt verstanden habe, ist harte Boden (war zuwenig im Moos unterwegs) leider nicht gut für das Neurom. Einlagen habe ich gerade heute erhalten und benötige jetzt neue Wanderschuhe. Hat da jemand einen Tipp, welche Marke / Schuhe genügend Platz für den Vorfuß haben, bei ganz normaler Ferse? Ich wäre wirklich dankbar, weil ich mittlerweile sooooo viele Schuhe versucht habe, aber entweder ist die Ferse zu weit, oder der Schuh insgesamt. Danke im voraus..

    • Birgit

      Liebe Maggi,
      kein Fuß mag betonharten Boden. Auch das Einzwängen in zu enge Ski- oder Wanderschuhe ist alles andere als erbaulich für unsere Lieben dort unten. Zu Wanderschuhen kann ich dir leider keinen Tipp geben. Frage beim Orthopädiemeister, welche Empfehlung er gibt. Er hat evtl. auch die Möglichkeit, Schuhe entsprechend zu bearbeiten. Überlege dir auch, ob beim Wandern teilweise auch auf Treckingsandalen ausweichen kannst. Wenn der Weg nicht so anspruchsvoll ist, sind die Füße dankbar für einen Schuhwechsel auf einer längeren Wanderung.
      Alles Liebe – Birgit

  4. Anna maria

    liebe Birgit,
    danke dass es Dich gibt mit diesem reichen erfahrungsschatz.
    mein fussproblem ist lt.fachärztin eine metatarsalgie auf der rechten fuss-
    sohle,furchtbar schmerzhaft.es klingt ähnlich wie morton neurom.
    der li.fuss ist durch einen 0.7mm beckenschiefstand belastet hallux valgus
    ist operiert,aber wieder nachgewachsen.bekomme dzt.physiotherapie-
    ultraschall u.massagen.bin schon ganz kleinlaut vor schmerzen.
    lg. anna

  5. 20 Prozent aller Frauen tragen zu enge Schuhe? Ich bin entsetzt! Dabei ist glaube ich, dass die Zahl derer, die einen zu engen Büstenhalter tragen, genauso hoch ist. Und das entsetzt mich natürlich auch, denn ich frage mich, warum man sich sowas antut.
    Das Kletterschuhe, die man ja nicht regelmäßig trägt, zu eng werden können und man das halt erst am Hang realisiert, kann ich noch vorstellen. Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit Bergschuhen, die mir eigentlich hätten passen sollen, aber zu klein ausgefallen sind. Ich habe gedacht, ich müsse sterben.
    Alles Gute mit deinem Morton Dingsbums. Ich würde mir das auch nicht operieren lassen, besonders wenn die Erfolgsaussichten so schlecht sind. Vielleicht muss man sich einfach mal daran gewöhnen, dass man nicht alles auf die Schnelle „reparieren“ kann. Manche Erkrankungen muss man akzeptieren und bei manchen muss man was an sich ändern.
    LG
    Sabienes

    • Birgit

      Liebe Sabienes,
      du sprichst ein Thema an, das sehr viele Frauen betrifft. Laut einer Statistik tragen sogar fast 80% aller deutschen Frauen BH’s in der falschen Größe. Auswirkungen können sein: Arm-, Nacken- und Schulterverspannungen, Kopf- und Rückenschmerzen. Das freie Atmen wird beeinträchtigt und die Lymphe wird gestaut. Schön, dass du das ansprichst, denn ich liebe es, Frauen ins Spüren zu bringen – ob barfuß oder auf hohen Hacken, mit oder ohne BH.
      Alles Liebe
      Birgit

      • Stimmt. Und auf den Sitz des BHs richten wir unser Augenmerk wahrscheinlich noch weniger, als auf den der Schuhe.
        Du hast mich zu einem Artikel zu diesem Thema inspiriert!
        LG
        Sabienes

  6. Liebe Birgit,
    nicht nur Deine Artikel bringen neues Wissen, auch Deine Antworten auf die Kommentare sind sehr hilfreich und persönlich. Das machst Du wirklich toll! Alles Liebe von Ingrid

    • Birgit

      Liebe Ingrid,
      danke für dein Kompliment, über das ich mich ganz besonders freue. Kommentare zu beantworten ist für mich ein bisschen so, wie mich mit einer lieben Freundin auszutauschen. Und den Ball gebe ich gerne an dich zurück. Ich besuche deinen Blog http://www.netzwerk-frauengesundheit.com immer wieder gerne.
      Alles Liebe – Birgit

  7. Dagmar

    Liebe Birgit,
    Kannst du vielleicht auch mal das Problem von zu großen Schuhen erläutern?
    Ich trage solche wegen einer Peronäusschiene rechts.
    LG
    Dagmar 🙂

    • Birgit

      Liebe Dagmar,
      dieses Thema greife ich gerne auf. Zunächst hat frau in zu großen Schuhen weniger Halt. Der Fuß und vor allem die Zehen verkrampfen sich. Blasen bilden sich leichtern… Danke für die Anregung.
      Alles Liebe
      Birgit

  8. Ju

    Hallo zusammen. Ich bin glaube ich nicht betroffen aber ich bin etwas schwer für meine Füße… Und deswegen trage ich leider leider fast nur noch recht flache und breite Schuhe…..
    Aus einem anderen Grund mache ich momentan eine Langzeittherapie mit Schuessler Salzen und Cremes… Also nicht die festen Cremes aus der Tube sondern eine wässrige Lotion… Aus der Apofaktur in Nürtingen…. Mit diesen Cremes mineralisiere ich meinen Koerper äußerlich wieder auf, für die Fußsohlen und ArthroseKnie nehme ich die Nr. 2….
    Das tut mir gut….Vielleicht mag es auch jemandem von euch helfen….
    Es gibt in Calw einen Schuessler Experten… Der kann einem beraten…
    Einen schönen Tag noch
    LG jj

    • Birgit

      Liebe Ju,
      wenn uns etwas fehlt, und das ist der Fall, wenn unser Körper sich zu Wort meldet, dann ist Zuwendung wie Medizin. Allein schon, wenn du deinem Körper Berührungen schenkst und das mit der Absicht, ihn zu mineralisieren und zu unterstützen, kommt die Botschaft an. Mit Schüssler Salzen kenne ich mich nicht aus, mir wird jedoch vielfach berichtet, dass sie Wirkung zeigen.
      Noch ein Tipp: du bist in deiner Beschreibung so schön positiv, schickst deinem Unterbewusstsein aber das Bild vom „ArthroseKnie“. Wechsel das doch aus gegen ein „vergnügtes, bewegliches Knie“.
      Alles Liebe
      Birgit

  9. Heidi

    Es hat auf diesem Blog schon Erwähnung gefunden, muss und will es aber nochmal erzählen.

    Bei mir: rechter Fuß, kleine schmerzhafte Stelle taucht auf, zwischen dem 2. und dem 3. Zehengrundgelenk. Ein nur 50c-Stück-kleines Areal.

    Besuch beim Orthopäden. Warterei inklusive. Dieser bittet mich nicht mal, meinen Schuh auszuziehen (Fußnote: „Adios, amigo! Auf Nimmerwiedersehen“), drückte mir die Überweisung für die Radiologie in die Hand. Dort unterziehe ich mich erstmal der schauderhaften Prozedur (Fußnote 2: „Ab jetzt ohne mich und nur noch im Notfall!“)

    Tage später der Anruf des Orthopäden: „Also Sie haben ein Morton Neurom… “
    Damit also die Diagnose, die der Orthopäde sicherlich auch durch Spüren, Anfassen und Wissen hätte erstellen können: Morton Neurom. Name ist mir ja wurscht. Nicht mehr wurscht ist mir der Satz, der gleich darauf folgt: „Das kann man operieren; ich kenne da eine gute Klinik“. Ich bin innerlich schon erschüttert, habe meine schlechte Meinung über Orthopäden nicht umsonst in 30 Jahren ausgebildet. Ruhig frage ich, wie lang ich dann ausfallen würde… – „6 Wochen etwa“. (Ich denke: „Also sicher 7 oder 8. Arbeitsausfall, Krücken, Medikamente, Physiotherapietermine“)
    Ich lehne ab. Beende das Gespräch.

    Spätestens Drei Wochen später bin ich an der Stelle schmerzfrei. Wie? – Durch drei ca. 45-minütige Termine bei einem Heilpraktiker hier in der City. Ruhiger Typ, klar, angenehm, humorvoll. Zwei Sitzungen Akupunktur, lokal. Dann war an der Stelle wieder alles in Ordnung. Die Stauung (!), die so ein Neurom letztlich für mich nur ist, war weg; die Energie war da. Wohlgemerkt: Ich hasse Nadeln in Haut, und auch die chinesische Medizin ist mir sehr fremd – aber die Akupunktur wirkte bei mir trotzdem.

    Daher: Freude! Empfehlung!

    • Birgit

      Liebe Heidi,
      vielen Dank, dass du das mit uns teilst. Aber ganz nebenbei: Ich habe mir irgendwann mal gesagt, dass ich gerne zu netten, verständnisvollen und engagierten Ärzten und Ärztinnen will. Seitdem klappt das ganz gut. Einfach in der Szene umhören. Frage im Fitnessstudio oder Leute, die das selbe Hobby teilen. Da sind immer auch Fachleute darunter, die dich und deine Probleme dann besser verstehen. Für meinen Sohn habe ich so einen kletternden Arzt für mich eine Ballett tanzende Fachärztin und eine Orthopädin, die gerne mit schweren Motorrädern unterwegs ist -das mach ich zwar nicht, finde es aber ziemlich cool 😉 Wenn ihr ein Hobby teilt, fällt so ein Termin ganz anders aus. Und wie alle Ärzte der alten Schule wissen: ein gutes Gespräch ist bereits Teil der Therapie.
      Alles Liebe
      Birgit

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