Dein großer Zeh

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Eine Hommage an den großen Zeh

 

Den Boden küssen?

Argentinische Tangolehrerinnen haben oft eine blumige Sprache. Wir deutschen Tangofrauen sollen den Boden küssen. Mit dem großen Zeh – wohlgemerkt. Dann erst haben unsere Verzierungen das gewisse Extra und wir sind Tangueras

Um ehrlich zu sein: über meine großen Zehen habe ich mir früher nie Gedanken gemacht. Mehr als einen Klecks Nagellack waren sie mir nicht wert. Dass ich damit einen Teil von mir nicht angenommen habe, ist mir heute erst klar. Schade, denn ich habe damit

 

Energie verschenkt

Dabei „ist der große Zeh der Boss“ lernte ich im High Heel Training. Ohne ein gutes Gefühl für den „großen Onkel“ sieht unser Gang auf hohen Hacken unbeholfen aus, um es mal so zu sagen 😉

Und in der Fußschule wurde mir bewusst: bisher habe ich einiges an Energie beim Gehen verschenkt. Dieser letzte kleine Stupser, den mir der große Zeh am Ende des Abrollens schenkt, ist einfach köstlich 

Und all die anderen famosen Fähigkeiten, wie da sind: Hüpfen, Springen, Pirouetten drehen, blitzschnell Ausweichen verdanken wir dem häufig so vernachlässigten großen Zeh.

 

Bist du Ägypterin?

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Morton Neurom

Morton Neurom

 

Morton Neurom

Wenn die Fußsohlen brennen oder sich taub anfühlen

 

Damit ich bei Fußproblemen wirklich mitreden kann, hat sich das Universum gedacht, wäre doch ein Morton Neurom nicht schlecht…

Das habe ich am rechten Fuß. Ja, da habe ich auch Hallux valgus, Blutergüsse von der letzten Tangonacht, als es recht eng herging und eben dieses Kribbeln. Grrr.

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Lässigkeit

Lässigkeit

Lässigkeit

Warum sie dich satt und glücklich macht

 

In meinen 20igern war die Zeit der lila Latzhosen und darunter „Mein-Bauch-gehört-mir!!!“

Ich trug tagsüber Jeans und Turnschuhe und abends war ich Bauchtänzerin.

Zehn Jahre später trug ich Businesskostümchen, Aktenköfferchen und hohe Hacken – und abends lag ich total erschöpft auf dem Sofa in Jeans und Socken.

Jetzt bin ich nicht mehr jung. Das heißt, biologisch schon, sonst würde ich nicht viermal die Woche in meine hohen Tangoschuhe schlüpfen und auf dem Parkett die Zeit vergessen. 😉

Aber weißt du was? Wenn ich mal gerade nicht tanze, schaue ich mich um. Und da gibt es Erstaunliches zu entdecken:

Zwei Welten

Die ganz jungen Frauen so um die 25, mit ihren Stilettos und supermini Röcken: bleiben meist sitzen. Sprich – sie werden nicht aufgefordert. Daneben sind die eher unscheinbaren Frauen. Manche würden sie als adrett bezeichnen. Und sie tanzen und tanzen… und gehen beseelt nach Hause.

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High Heels: 10 unterschätzte Vorteile

Hohe Absätze Vorteile

Bild: Karin Baumsteiger

 

High Heels – viel besser als ihr Ruf

 

Je höher der Absatz – desto niedriger der IQ?

Ehrlich, so hab ich bis vor ca. 5 Jahren getickt. Insgeheim war ich aber nur neidisch. Stöckelschuhträgerinnen haben mich mit meiner Härte konfrontiert. Als Selbstschutz hab ich sie allesamt in die Kategorie: „Weibchen“ und „schwach“ eingeordnet.

Rausgeholt hat mich Karin Baumsteiger – (Lebens)-Künstlerin, die ich bei der Holzbildhauerei kennen gelernt habe. Karin arbeitete ausgerechnet bei der VOGUE. Und irgendwann hat sie mich zu einer High Heel-Party eingeladen. MICH!?!

Wie von Zauberhand hat sich ein traumhaftes Paar Schuhe in Zitronengelb und Silber eingestellt. Schwindelerregend hoch. Einzig – laufen konnte ich damit nicht. War auch egal, diese lebensklugen Frauen, auf die ich da traf, haben mein Weltbild gerade gerückt. Sie konnten mit ihrer Weiblichkeit spielen und davon war ich damals weit entfernt.

Mich der Schönheit und Weiblichkeit anzunähern gelang mir mit dem Tango. Da habe ich fußtechnisch so ziemlich alles falsch gemacht. Auch gut, sonst würde ich jetzt nicht für dich bloggen. Mittlerweile tanze ich auf sechs Zentimetern, damit fühle ich mich wohl. Durch die Draufgängerin habe ich für mich erkannt, dass Stöckelschuhe polarisieren: Was für die einen selbstverständlich ist, bedeutete für mich Schmerz. Seelisch wie körperlich.

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Knie: Küssen statt Spritzen

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Knie: Küssen statt Spritzen

 

Weißt du, was eine Karnivore ist? Richtig, eine fleischfressende Pflanze.

Sie lockt mit Nektar Fliegen in die Falle. Die armen Fliegen merken das häufig nicht, da dem Nektar meist ein Betäubungsgift beigefügt ist.

Aha. Und was hat das mit meinem Knie zu tun?

Die Falle ist ziemlich perfide gebaut und tarnt sich als simple Frage:

Wer oder was hat Schuld?

Diese Frage stellen wir uns ungeprüft sehr häufig. Und ebenso oft gehen wir ihr auf den Leim. Denn sie liefert uns keine brauchbaren Antworten.

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High Heel-Training

 

 

High-Heel-Training

Laufen lernen in der Hoch-Schule 😉

High Heel – Training

 

Ziemlich genau vor einem Jahr habe ich eine große Dummheit gemacht. Ich habe mich für einen High Heel-Training angemeldet. Einen 8-Stündigen-Tagesworkshop.

Du musst wissen, dass ich damals vor Schmerzen kaum barfuß laufen konnte. Geschweige denn…

Ich habe mir das geschenkt. Zum Trost. Und weißt du was? Es war eine der besten Entscheidungen, die ich treffen konnte. Denn meine Füße waren das erste Mal glücklich.

Und gestern war ich wieder dabei…

Absatzprobleme? Nicht mit glücklichen Füßen

B-edel – Gehen auf hohem Niveau – steht auf dem Schild. Ich drücke auf die Klingel, der Kurs geht gleich los…

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Mit Schmerzmittel zum Tango?

Abrakadabra

oder

Mit Schmerzmittel zum Tango?

 

Abrakadabra = kommt aus der kabbalistischen Tradition,
Abra vom aramäischen ‚bra‘, bedeutet „schaffen“, Ka wird mit „während“ übersetzt und  Dabra ist die erste Person des Verbs ‚daber‘, „sprechen“,
Abrakadabra bedeutet demnach: „Ich schaffe, während ich spreche.“

 

Wir schaffen also während wir sprechen. Das gilt auch für Selbstgespräche gilt. Deshalb wirken Affirmationen so gut. Manchmal schaffen wir unbewusst auch etwas, was wir gar nicht wollen.

 

Spritzen gegen dumme Füße

Letzte Woche habe ich auf einem amerikanischen Blog über Tango etwas gelesen, was mich ziemlich befremdet hat: Da ging doch glatt eine Frau, kurz vor der Abreise nach Buenos Aires, zum Orthopäden. Sie ließ sich Cortison spritzen, damit ihre „dummen“ Füße ihr keinen Strich durch die Rechnung machen können. Und vor jeder Milonga, so werden die Tanzabende genannt, nahm sie eine Schmerztablette.

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