Datenschutz und Witwenbuckel

DSVGO - Yin und Yang

 

Datenschutz und Witwenbuckel

oder was DSVGO mit Ying & Yang zu tun hat

 

Vorab: Wenn dich das Thema DSVGO nicht betrifft, ersetze es einfach durch „Steuererklärung“. Sei kreativ – dir fällt bestimmt eine Aufgabe ein, der du dich nicht entziehen kannst…

DSVGOoh-Je! Die Augen schmerzen…

Die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) tritt in Kraft. Die Umsetzung der Gesetzesvorgaben hat so manche überfordert: Nicht wenige Bloggerinnen und Geschäftsfrauen haben das Handtuch geworfen: Um sich diesem Ungetüm zu stellen muss das WARUM groß genug sein.

Ich kenne mein Warum: Ich möchte, dass du dich als Frau spürst – barfuß oder mit hohen Hacken. Dass du dich weiblich fühlst und deinen wunderbaren Frauenkörper wertschätzt – auch im Berufsleben!

Und genau dieses Spüren und Wertschätzen des Körpers fiel in den letzten Wochen und Monaten bei vielen Betroffenen unter den Schreibtisch. Stattdessen starren wir in den Monitor. Zuerst verringert sich der Lidschlag, denn wir suchen das kleine grüne Schloss, das uns zeigt, dass wenigstens die SSL-Verschlüsselung klappt. Gegen trockene Augen hilft herzhaftes Gähnen, das den Tränenfluss anregt. Und für müde Augen hier ein Tipp:

  • Tipp: Reibe deine Hände und lege sie auf die Augen. Erzeuge eine „Hmmm-Laut“ und schicke den Brummton für ca. 20 Sekunden durch deine Augen. Öffne langsam deine Lider und ebenso langsam entfernst du deine Hände. Schicke noch einen Seufzer hinterher und deine Augen werden es dir danken.

Den Kopf vorgestreckt, verbringen wir Lebenszeit angestrengt vor dem Computer. Gefühlt alle 10 Minuten werden die Schultern gerollt, „es muss ja weiter gehen…“. Dabei „trainieren“ wir uns eine unschöne Haltung ein. Am Esstisch und vor dem Fernseher „arbeiten“ wir weiter an dieser Pose, bis sie für uns normal ist.

Die Daten sind geschützt, der Witwenbuckel bleibt

Der Übergang zwischen Brust- und Halswirbel ist der große Hammer. Der heißt so. Warum auch immer. Es ist der Punkt am Nackens, den wir mit den Fingern gerade noch so erreichen können, und das ist auch gut so. Massiere dich doch gerade jetzt dort. Dieser Punkt ist einer der wichtigen Punkte, durch den unsere Lebensenergie, das Chi, fließt. 

Wenn es spannt, zwickt und schmerzt, gehen wir zum Arzt und bekommen ein HWS oder BWS bescheinigt und vielleicht den Rat, sich mehr zu bewegen. Dumm ist nur, dass das gerade nicht geht. DSVGO – du verstehst.

  • Tipp: Mit den Füßen und Sitzbeinhöckern verwurzelt und am Scheitelpunkt angehimmelt, richte dich auf in deine volle Größe. Schließe für eine Minute die Augen. Stelle dir währenddessen vor, dass dir jemand liebevoll den Nacken massiert. Freue dich darüber, genieße und lächle.

Durch das viele und lange Sitzen, landet auch unser Beckenboden mitsamt dem Bauchmuskeln auf der Ersatzbank. Wenn aber das Zusammenspiel zwischen „unten“ und „oben“ erlahmt, kann ein Huckel entstehen, der gemein als Witwenbuckel bezeichnet wird. Und da hilft ein bisschen Bewegung nicht viel.

Ein Rundrücken und auch der Witwenbuckel am großen Hammer zeugen davon, dass du viel hinter dir hast, das dich belastet. Dann brauchst du nach vorne Weite. Herzöffnende Asanas aus dem Yoga helfen hier und eine offene Haltung dem Leben gegenüber. Zugunsten unseres Zieles, unserer Berufung dürfen wir alte Glaubenssätze loslassen – auch wenn wir sie aus Gewohnheit hartnäckig und halsstarrig festhalten. So zum Beispiel die wenig förderlichen Klassiker: „Ich kann das nicht.“ oder „Mir ist das alles zu viel.“

 

DSVGO ist Yang

Bestimmt kennst du das Symbol von Yin und Yang, das auch im Bild oben zu sehen ist. Ying verkörpert das Weibliche und Yang die männliche Qualität in uns.  Alles was mit Technik, mit Kampf, Terminen, Druck, Hitze, Tun und Machen zu tun hat, ist Yang. Yang ist gut und wichtig – nur haben wir Frauen mehr als genug davon in unserem Alltag. Mehr als genug. 

Was uns berufstätigen Frauen meist fehlt, ist das Yin in uns zu nähren und zu schützen. Yin ist zum Beispiel Ruhe, Muse, Dunkelheit, Langsamkeit, Wasser, fließende Bewegungen.

Ein Yin-Mangel kann sich durch anhaltenden Stress und Termindruck entwickeln und durch eine negative Einstellung. Bevor wir uns versehen, stellt sich eine Erschöpfung ein, die durch ein bisschen Wellness nicht so leicht wieder zu beheben ist.

Im Vergleich zu Frauen im Orient, Asien oder in Lateinamerika trauen wir uns nicht, Schwächen zu zeigen. Wir meinen alles allein machen zu müssen, statt um Unterstützung zu bitten. So weiß ich von so mancher Frau, dass sie unter Tränen über einem Berg von unerledigten Arbeiten sitzt und schier am Verzweifeln ist. Dabei sind gerade das Eingestehen von Schwäche und das Bitten um Hilfe urweibliche Stärken. Denn: Eine „geschaffte“ Frau ist nicht in ihrer Mitte.

Interessant ist, dass wir Frauen im Westen unseren Beckenboden ausgerechnet mit Yang-Methoden zu kräftigen versuchen…

Aber unser Prachtstück ist schlau genug. Es verwehrt sich dagegen. Außer es wird, einem armen Zirkustier gleich, malträtiert mit Kneifen, Zusammenzwicken und derlei unlustigen Manövern. – Wenn wir über DSVGO überhaupt daran denken, dass unser Schoßbereich auch noch gespürt werden will.

Aber keine Sorge, ich erstelle gerade einen ganz zauberhaften Beckenbodenkurs. Wenn du dich für den Fußletter eingetragen hast, erfährst du sofort, wenn er angeboten wird.

In deiner Mitte sein – Der Online-Beckenbodenkurs für dich

Darin lernst du, wie du auf freundliche Weise eine Beziehung zu deinem Schoßbereich aufbaust. Wie du die Kraft aus deiner Mitte weckst und nutzen kannst und ganz wichtig: die Kraft auch halten lernst. Wie du deinen Beckenboden nicht nur spürst, sondern zum Mitspielen einlädst. Mmh… Mehr erfährst du hier.

 

Auf den Stöckel gebracht:

Erinnere dich an dein Warum bevor du Themen angehst, die dich fordern und bringe dich in eine gute Grundstimmung. Sorge gut für dich. Vor allem vergiss nicht, deine Erfolge zu feiern. Klopfe dir auf die Schulter (ein weiterer wichtiger Punkt auf deinem Körper), lächle und speichere damit in deinen Zellen die Botschaft: „Ich habe es geschafft!“

 

Alles Liebe

Birgit

 

Toller Artikel! Mal wieder auf den Punkt gebracht. Mein Witwenbuckel (und ich darf ihn sogar wortwörtlich nehmen *g) hatte ich mit viel Geduld und einer Physiotherapeutin die mich „ganzheitlich“ behandelt und mit mir gearbeitet hat in den Griff bekommen. Und nun? Es fühlt sich so an, als ob die DSGVO sich wie eine Tarantel in den Buckel hineingebissen hat und nicht nur meinen ganzen Körper blockiert und sondern auch mein Hirn, damit ich ja meine Pausen vergesse, meine Übungen, meine Spaziergänge und überhaupt…*lufthol* … Es fühlt sich schlimmer an als damals Silvester 1999/2000…als jeder dachte, es bricht die ganze Welttechnik auseinander *koppschüddel* – Ute

 

8 Kommentare zu “Datenschutz und Witwenbuckel

  1. Sabrina

    Wie wahr!!
    WAHNSINN wie viele tolle, kreative, verspielte und dabei so inhaltsreiche Artikel du uns hier schon zur Verfügung gestellt hast! Danke!

    • Birgit

      Liebe Sabrina, vielen Dank. Das freut mich. Als Erwachsene erlauben wir uns selten verspielt zu sein. Dabei bringt das viel Leichtigkeit, nach der wir uns so sehnen. Ich sehe es als Herausforderung, diesen ernsten Themen mit Humor zu begegnen und den Ball dennoch inhaltlich nicht flach zu halten. Alles Liebe – Birgit

  2. Ich arbeite seit fast zwei Wochen fast nur ausschließlich daran, alle meine Projekte – private, wie geschäftliche DSGVO-konform umzustellen. Inzwischen habe ich nicht nur einen Witwenbuckel, sondern sogar mehr als drei. Dafür sind die alle gemäß der Datenschutz-Grundverordnung, speichern keine Cookies und spionieren keine Daten aus.
    Schon ein netter Erfolg! 😉
    LG Sabienes

    • Birgit

      Liebe Sabienes, wenn du mit drei Blogs nur zwei Wochen beschäftigt warst, dann war das eine – nun hätte ich fast gesagt – sportliche Leistung. Ich habe mitbekommen, dass viele kleinere Blogs das Licht ausgemacht haben. Sie konnten und wollten sich dieser Herausforderung nicht stellen. Ich freue mich auf mehr von dir. Alles Liebe – Birgit

      • Ich war nicht mit 3, sondern mit 4 Blogs beschäftigt und an die 10 Kundenprojekte habe ich so etwa zur Hälfte abgewickelt. Dabei muss ich sagen, dass ich mir einen tollen Plan gemacht hatte, im Vorfeld sehr viel gelesen habe und fast alle Geschichten bereits auf SSL umgestellt gewesen sind.
        Heute habe ich entdeckt, dass ich überall den gleichen Fehler gemacht habe …. und nehme mir gerade alles wieder vor 😉 Es ist eh viel zu warm fürs Fitnessstudio, zum Radeln, zum Walken, zum Tanzen und zum Putzen 😉
        Das alles hat aber auch einen Lerneffekt: Ich werde in Zukunft nur noch auf 2 Blogs bloggen!

        LG
        Sabienes

  3. Das ist absolut wunderbar! Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Ja er bringt uns zurück auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben.
    Die letzten Tage habe ich mir auch des öfteren gedacht, wie angstgesteuert ist denn unsere Gesellschaft. Lasst uns besinnen auf unsere Kraft und unsere Stärke und nicht auf unsere Angst. Was wollen wir mehr in unserem Leben haben? Darauf richten wir unsere Aufmerksamkeit.

    • Birgit

      Liebe Doris, du sprichst es aus. Über diese Herausforderung haben viele ihren Fokus verloren und aufgegeben aus Angst vor den drohenden Konsequenzen, die allzu schwarz gemalt wurden. Das finde ich sehr schade, denn wenn wir uns bei klein machen, wie wollen wir dann in unsere Größe kommen? Bei all dem ist unser Körper unser Lehrmeister, außer wir geben ihn an der Garderobe ab…
      Liebe Grüße – Birgit

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