Fuß und Ohr

Fuß und Ohr

 

Der Fuß im Ohr?

Rudolf Steiner, Anthroposoph. Ich sehe ihn direkt vor mir, als er vor gut 100 Jahren spannende Dinge im Ohr entdeckt hat: „diesen Fuße, den Sie da drinnen im Ohre haben.“ 

„… dann nimmt sich dasjenige, was zuerst auf dem inneren Teil des Ohres aufsitzt, und was die Wissenschaft Steigbügel nennt, wie ein umgewandelter, metamorphosierter menschlicher Oberschenkel mit seinem Ansatz an der Hüfte aus. Und dasjenige, was die Wissenschaft Amboss nennt, dieses kleine Knöchelchen, das nimmt sich aus wie eine umgewandelte Kniescheibe, und dasjenige, was von diesem Amboss dann zum Trommelfell hingeht, das nimmt sich aus wie ein umgewandelter Unterschenkel mit dem Fuß daran. Und der Fuß stützt sich in diesem Falle beim Ohr eben nicht auf den Erdboden, sondern auf das Trommelfell…“

Alles klar? Ich gehe mal davon aus, dass in den von ihm gegründeten Steinerschulen niemanden die Ohren langgezogen wurden.

 

Das Ohr im Fuß

Wusstest du, dass dein gesamter Körper in deinem Ohr abgebildet ist? Und gleich nochmal in deinen Füßen? Und nicht nur das. Über Ohrakupressur und Fußreflexzonenmassage können Energiestaus im Körper aufgelöst werden.

Widme dich doch jetzt, während du das liest deinen Ohren. Nimm deine Ohrmuschel zwischen Daumen und Zeigefinger und knete sie kräftig. Zum Schluss ziehst du sanft an deinen Ohren – was für eine Wohltat. mmmh.

 

Von tauben Stellen und schlechtem Hörvermögen

In Indien bezeichnet man die Lebensenergie als Prana. Wenn Stellen deines Körpers sich taub anfühlen, (Ohren; Fußsohle…) fließt das Prana nicht ungehindert. Durch bewusste Lenkung deines Atems kannst du eingeschlafene Körperstellen wachkitzeln. Denn wenn du vermehrt Aufmerksamkeit in diese Körperregion schickst, fühlst du ein Prickeln, ähnlich wie Champagnerbläschen. Prosit!

 

Hallo? Jemand da?

Vor vielen Jahren habe ich mich mit aktivem Zuhören beschäftigt. Die Bezeichnung ist unglücklich übersetzt. Es müsste Hinhören heißen. Beim Hinhören öffnest du dich für nämlich für deinen Gesprächspartner. Beim ZU-hören hingegen, legst du dir, während der andere noch redet, bereits deine Antwort zurecht. Es geht also um Achtsamkeit. Um dein bei dir sein.

Auch beim Gehen kannst du dich für Achtsamkeit entscheiden. Denn kennst du das nicht auch? Oft ist es doch so, dass wir uns plötzlich, sagen wir mal im Supermarkt „wiederfinden„, und auf dem Weg dorthin mit unseren Gedanken ganz wo anders waren. Wie wir dorthin gekommen sind, haben wir ausgeblendet. Schlimm wird’s, wenn wir uns zum Geburtstag überlegen, was eigentlich im letzten Jahr so war…

Das führt gleich zum nächsten Punkt:

 

Inneres Geplapper abstellen

An manchen Tagen ist es schon ziemlich nervig. Unsere Gedanken kreisen, bis uns schwindlig wird. Der innere Kritiker, das beleidigte innere Kind und andere Stimmen in uns melden sich ungefragt zu Wort.

Das Geplapper ist so laut, dass wir manchmal nicht wirklich mitbekommen, wenn uns jemand anspricht. Auch deine Intuition, deine leise innere Stimme verhallt unerhört.

Deine Füße sind der Ausweg: Geh einfach eine Runde flott spazieren. Der Kontakt mit dem Boden erdet dich und die Bewegung unterbricht das Gedankenkarussell. Dabei kannst du dich bewusst auf Vogelgezwitscher konzentrieren. Besonders effektiv ist es, wenn du fließendem Wasser lauschen kannst. Gibt es einen Brunnen in der Nähe?

 

Rhythmus und Takt

Ein ähnlich entspannender Effekt, der gleichzeitig deine Körperwahrnehmung fördert: Lausche deinen Schritten. Höre auf das Klack-Klack deiner High Heels, das Ploppen deiner Flipflops. Hört sich dein Gehen schön an? Erkennst du einen Rhythmus? Gehst du im Taktschlag deines Herzens? Bewegst du dich Synchron mit deiner Atmung? Gehst du im Gleichschritt mit anderen Fußgängern? Muss es immer schnell gehen?

Beobachte das mal. Damit lernst du dich ein bisschen besser kennen.

Balance und Gleichgewicht oder Seemannsgang?

Im Innenohr befindet sich dein Gleichgewichtsorgan. Das ist wichtig, damit du überhaupt aufrecht stehen und gehen kannst. Fehlt der, kommst du ins Wanken.

Unablässig schicken deine Füße Informationen über die Nervenbahnen und das Rückenmark ins Gehirn. An deinen Fußsohlen befinden sich in schier unglaublicher Anzahl Propriozeptoren, das sind Sinneszellen. Eine Aufgabe besteht darin, ununterbrochen Informationen zu deiner Körperposition ans Gehirn und dein Innenohr zu melden.

Schon wenn du nur unbewegt auf beiden Beinen stehst, sind ständig minimale Korrekturbewegungen der Muskeln nötig, um einen sicheren Stand zu bewahren. Für einen normalen Gang müssen jederzeit Informationen registriert und verarbeitet werden, damit dein Gehirn den nächsten Schritt planen kann.

Schwindelig wird es mir auch, wenn ich lese, wie viele Menschen ihr Stimme hassen und andere, die ihre Füße nicht leiden können.

Na hör mal:

Ich mag meine Füße nicht – Ich mag meine Stimme nicht…

Nicht zu fassen, wie viele Menschen ihre Füße und/oder ihre Stimme nicht ausstehen können.

Aber ganz ehrlich, so richtig toll fand auch ich früher weder meine Füße noch meine Stimme, um das mal nett zu umschreiben. Der Verdacht drängt sich mir auf, dass beides zusammenhängt. Was meinst du?

Ob es da einen Zusammenhang gibt? Schreib mir, wenn du Parallelen siehst.

 

 

Stimmkraft und Standfestigkeit

Je intensiver dein Bodenkontakt umso sicherer ist dein Stand. Und wenn du einen Standpunkt hast; deine Sache vertrittst, dann hast du auch eine Stimme. Halte dich deshalb nicht mit Oberflächlichkeiten ab, sondern suche Tiefgang. Spüre nach, worin deine einzigartige Gabe liegt. Und aus dieser Gabe mach deine Aufgabe. Wenn deine Knie zittern und deine Stimme – Gratuliere! Dann hast du deinen roten Faden gefunden. Lass ihn nicht mehr los.

 

Tinnitus und Füße

Der Zusammenhang erschließt sich nicht sofort. Ohrgeräusche durch Fußmassage wegbekommen? Ja. Klar:

„Der wohl anschaulichste Aspekt der Therapie ist die Selbstmassage. Die Patienten lernen, wichtige Bereiche des Körpers zu massieren, die verspannt sind und die das Ohrgeräusch beeinflussen. Manchmal scheint dies sehr ungewöhnlich, wenn Maria Holl die sanfte Massage der Achillessehne als Grundübung propagiert, denn die Ohren liegen doch offensichtlich nicht am Fuß!?“

 

Erfolg kann man hören – Mach den Hörtest

Flanierst du oder schlurfst du? Das kann ausschlaggebend für deine Karriere sein. Willst du wissen, ob du einen geschmeidigen Gang hast? Dann halte dir ganz einfach mal beide Ohren zu, während du gehst. Der Trittschall überträgt sich direkt über deine Knochen und Gelenke bis hin zum Kopf ins Ohr.

Sei eine zarte Heldin: Orientiere dich am inneren Bild einer Wildkatze, die auf samtigen Pfoten und dennoch entschlossen durch ihre Welt geht. Das geht sogar mit Stöckelschuhen. Wenn es dröhnt und hämmert in deinem Kopf, dann lege mehr Sanftheit in dein Gehen. Versuche, deinen Fuß beim Gehen flacher aufzusetzen und deine Zehen entspannt zu lassen. Mehr lernst du in jeder Fußschule.

 

Wenn sich deine Ohren freuen, gibt es kein Halten für die Füße

Musik, Trommeln, Klatschen, erfreuen nicht nur dein Ohren. Deine Füße wollen tanzen, springen, hüpfen. Der Eindruck, den Klänge auf dich bewirken, will gleich wieder zum Ausdruck gebracht werden. Wenn wir das unterbinden, macht uns auch das Hören weniger Freude. Wir werden verhalten. Unsere Lebendigkeit geht den Bach runter…

Drum: Mach das Radio an. Von Rock bis Bach. Beweg dich. Am besten barfuß.

 

Vom Hören und VerStehen

Was du unter Hören verstehst, sind Schwingungen, die unser Ohr in Töne verwandelt. Ganz einfach ausgedrückt. Wenn dir ein Radioprogramm nicht gefällt, dann konntest du früher am Sendersuchlauf drehen und eine andere Frequenz einstellen.

Wenn wir uns mit jemanden gut verstehen, dann senden und empfangen wir auf derselben Frequenz. Wenn’s nicht so gut klappt, steht einer auf der Leitung.

Statt nun einen Streit vom Zaun zu brechen, macht es mehr Sinn, wenn einer zumindest – Du? – sich in eine angenehmere Schwingung versetzt. Und wie? Spazieren, Wandern, Tanzen, Springen und dabei

Die Mundwinkel bis zu den Ohren ziehen

 

Unsere Füße sind einfach wunderbar. Ich bin dankbar für meinen tollen Körper. Noch vor zwei Jahren hätte ich das nur mit Einschränkungen gesagt. Und du? Deine Füße stehen auch mit deiner Nase in Verbindung. Lies dazu Wenn deine Füße verschnupft sind. 

Alles Liebe und Grüße an die Füße

Birgit

Ich bin ganz Ohr, was du dazu meinst und freu mich auf deinen Kommentar!

 

 

 

 

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4 Kommentare zu “Fuß und Ohr

  1. Liebe Petra,
    ich schreibe Dir, da ich seit zwanzig Jahren Erfahrung mit Tinnitus-Betroffenen habe. Bei den Menschen mit Tinnitus ist der Körper nicht ausreichend mit dem Kopf und dem Gehirn vernetzt. In meiner Arbeit unterstützen wir die Tinnitus-Betroffenen schrittweise, den Kopf, Körper und Füße wieder zu entdecken. Laut einer unabhängigen Studie der Universität Regensburg konnten über 80% der Betroffenen ihre Töne senken. Und alle dazugehörigen Symptome! Du übst 15-20 Minuten nach der Tinnitus-Atemtherapie nach Holl. Komm in unsere Praxis, verabrede einen Telefon- oder Skypetermin oder übe mit dem Tinnitus-Coach: tinnitus-coach.com. Ein effektives Selbsthilfeprogramm mit zwölf Lektionen, welches Du überall und zu jeder Zeit durchführen kannst.
    Herzliche Grüße,
    Maria Holl

  2. Hallo liebe Brigitte, ich mag meine Füße, habe aber trotzdem einen Tinitus. Dieser ist zwar lästig aber händelbar. Fußmassage finde ich ganz toll.
    LG Petra

    • Birgit

      Liebe Petra,
      ich hatte 2x Ohrgeräusche, und war ziemlich beunruhigt. Es hat sich dann herausgestellt, dass es sich um einen Infekt handelte und ich mein Blut rauschen hörte… Ich kann gut nachvollziehen, dass die Methode von Frau Holl Erfolg versprechend ist. Vielleicht schreibt sie uns ein bisschen was dazu?
      Liebe Grüße
      Birgit

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