Mit Schmerzmittel zum Tango?

Abrakadabra

oder

Mit Schmerzmittel zum Tango?

 

Abrakadabra = kommt aus der kabbalistischen Tradition,
Abra vom aramäischen ‚bra‘, bedeutet „schaffen“, Ka wird mit „während“ übersetzt und  Dabra ist die erste Person des Verbs ‚daber‘, „sprechen“,
Abrakadabra bedeutet demnach: „Ich schaffe, während ich spreche.“

 

Wir schaffen also während wir sprechen. Das gilt auch für Selbstgespräche gilt. Deshalb wirken Affirmationen so gut. Manchmal schaffen wir unbewusst auch etwas, was wir gar nicht wollen.

 

Spritzen gegen dumme Füße

Letzte Woche habe ich auf einem amerikanischen Blog über Tango etwas gelesen, was mich ziemlich befremdet hat: Da ging doch glatt eine Frau, kurz vor der Abreise nach Buenos Aires, zum Orthopäden. Sie ließ sich Cortison spritzen, damit ihre „dummen“ Füße ihr keinen Strich durch die Rechnung machen können. Und vor jeder Milonga, so werden die Tanzabende genannt, nahm sie eine Schmerztablette.

Leider ist das „normal“ wenn wir uns so abkanzeln. Aber damit erschaffen wir unsere Realität, mit der wir dann auch leben müssen.

Dann habe ich noch weiter gesurft und bin auf die Amerikanerin Christine Northrup gestoßen. Sie ist Frauenärztin und hat ein wunderbares Buch über die Wechseljahre geschrieben. Nun hat sie ein neues Buch veröffentlicht: „Göttinnen altern nicht“ Und darin schwelgt sie – halt dich fest – über Tango. Sie tanzt selbst und schreibt über die lustvollen Momente, die sie durchlebt in einer Tangonacht.

In ihrem neuen Buch geht es um das Nichtaltern. Und Lust gehört als Medizin definitiv dazu. Sie empfiehlt außerdem, „jung“ zu denken. Das hat eine Auswirkung auf unseren Hormonhaushalt und lässt uns tatsächlich jünger erscheinen. Du kannst das auch nutzen, dein Füße gesund und jung zu denken – Abrakadabra…

 

Wertschätzung verzaubert

Wir sind wesentlich souveräner , wenn wir uns über unsere Motivationen klar sind, einen bewussten Entschluss fassen und uns selbst wohlwollend und wertschätzend begegnen.

Dazu gibt es ein paar Anregungen, die es wert sind, dass du sie in deinen Alltag integrierst:

Statt „ich“ sag „du“

Hier geht es um unsere alltäglichen Selbstgespräche:

Von „warum stell ich mich eigentlich so blöd an?“ – hin zu: „Birgit, das machst du richtig gut“

Beim ersten sind kleine Erfolgserlebnisse nicht der Rede wert. Begleitet von hängenden Mundwinkeln und liebloser Behandlung unseres Körpers. Das, was stört muss weg. und zwar zack zack. Damit wir dann wieder Grund zur Freude haben.

Bis dahin quittieren wir den Blick in den Spiegel mit, ja – was ist das? Hass???! Also Liebe ist das nicht. Unser Spiegelbild ist unser Feind. Wir re-agieren auf Gefühle und Schmerzen, körperliches und seelisches Unbehagen.

 

Eine andere Methode grenzt ebenfalls an Zauberei

Finde heraus, was schmerzt oder stört – egal ob körperlich oder seelisch. Egal ob beruflich oder privat. Und spüre nach, wovon dich das abhält. Mich schmerzt gerade das Sprungglenk und ich gehe deshalb heute nicht zum Tanzen.

Jetzt tippe ich auf meinen „Ich-Punkt“ am Brustbein und sage eine Satz auf, der dich vielleicht erst mal mit den Augen rollen lässt:

„Auch wenn mich mein Sprunggelenk plagt, und ich heute nicht tanzen kann, liebe und wertschätze ich meinen Körper von ganzem Herzen.

Klingt ganz schön schräg nicht wahr?

Auch ich habe Mühe, mir diesen Satz abzuringen, obwohl ich gleichzeitig spüre, wie heilsam er ist. Abracadabra eben…

Probiere das gleich mal selber aus:

auch wenn ich (setze hier ein, was dich nervt, stört, schmerzt), und deshalb nicht (setze ein, wovon es dich abhält), liebe und wertschätz ich mich/meinen Körper von ganzem Herzen“

„Dein Name: ……………………………., das machst du richtig gut

Und? Wie fühlt sich das an? Klasse nicht wahr?

 

 

Das war aber erst der Anfang. Zum Warmlaufen, wenn du so magst. Jetzt kommt es richtig dicke.

Jetzt hast du die Gelegenheit, deinen Stolz-Muskel zu trainieren. Zu Protzen und zu Prahlen. So richtig dick auftragen und angeben.

ÄHM. Angeben? Hochmut kommt vor dem Fall. Angeber sind nicht beliebt.

Die Übung habe ich von „Mama Gena“ einer unglaublich engagierten Frau. Sie empfiehlt den Stolzmuskel zu trainieren. Z.b. täglich ins Tagebuch zu schreiben oder dies als Übung mit Freunden durchzuführen.

Abracadabra par excellence:

Prahlen – Danken – Wünschen

Sie empfiehlt täglich ins Tagebuch zu schreiben und zwar:

  1. Etwas über das du prahlen kannst.
  2. Etwas worüber du dankbar bist und
  3. Einen Wunsch

Das ist eine mächtige Übung. Mit Prahlen haben wir es in Deutschland ja gar nicht. Angeben ist so was von nicht angesagt. Eher halten wir uns klein, selbst in Gedanken. Oder manchmal der amerikanischen Tangotänzerin nicht unähnlich – kanzeln wir uns ab.

Dennoch – ich versuch es gleich mal:

Übung im Prahlen:

1. Tango: Es gibt in jeder Tangonacht zwei Musikblöcke, mit „Milonga“. Das ist ein etwas folkloristischer, schneller, erdverbundener Tanz. Ich hab das schon aufgegeben und immer wenn die Milongas kamen, hab ich mich aufs Klo verdrückt. Ich dachte: „ich lerns nie“…

Und jetzt: Taddaaa – werde ich von den richtig guten Tänzern speziell zu Milonga aufgefordert und darauf bilde ich mir mächtig was ein. Ah, tut das gut. mmmhh

2. Wofür ich dankbar bin. Natürlich, dass meine Füße wieder mitmachen. Ich bis zu 4x die Woche wieder tanzen kann. Ich bin erleichtert, zutiefst dankbar und freue mich über meine Fortschritte, die ich gemacht habe. Denn trotz Pause, tanze ich lockerer, entspannter, auf jeden Fall genüsslicher.

3. Ich will einen Ratgeber für Tangotänzerinnen rausgeben. Eine Art „Überlebens-Guide für Tango-Tänzerinnen. Worin ich all die Tipps, Kniffe und Helferleins vorstelle, die das Tanzen wieder zu einem echten Vergnügen machen“

Wenn du also Schmerzen hast, dann übe nicht lieblos. Gib die Verantwortung nicht ab. Sondern: Öffne dein Herz dir selbst gegenüber.

 

Und vor allem:

Achte auf deine Worte und Gedanken – denn sie schaffen deine Realität

Alles Liebe

Birgit

Wie geht es dir damit? Hast du damit auch schon Erfahrungen gemacht? Schreibe einen Kommentar.

2 Kommentare zu “Mit Schmerzmittel zum Tango?

  1. Gitta

    Liebe Birgit,
    ein wunderbarer Blogbeitrag!
    Vielen Dank für die Tipps und die Hinweise, wie man mit einfachen Mitteln, sich selbst wertschätzen kann!

    • Birgit

      Liebe Gitta,
      und wie immer, es liegt in der Einfachheit. Sich einfach etwas Zeit nehmen und mal bei sich sein. Sich selbst in den Arm nehmen – sozusagen.
      Ich wünsche dir noch eine wunder-schöne Woche
      Birgit

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