Mut zur Lücke

Bist du eine Macherin?

Dann mach mal halblang

 

Jetzt muss etwas geschehen. Ich muss etwas ändern. Ich muss etwas tun.

Dieses „Tun-müssen“ taucht immer dann auf, wenn wir uns innerlich leer fühlen, unser Körper uns „nervt“, oder unser Partner oder die Arbeit – oder alles.

So viele Frauen stellen ihre Bedürfnisse hintan. Wir sind zwar erfolgreich aber zu welchem Preis? Wir funktionieren auf hohem Niveau und zum Ausgleich, ab und dann, im Urlaub oder wenn Zeit übrig ist, dann sind wir dran.

Auf Dauer funktioniert das nicht. Also tun wir etwas, denn etwas anderes kennen wir nicht.

Dann laden wir vielleicht Gäste ein, damit mal wieder etwas passiert, frischer Wind in die Bude kommt und weil wir es von früher wissen, wie schön es ist, einen entspannten Abend bei gutem Essen und in geselliger Runde zu verbringen. UND – was machen wir? Wir stehen in der Küche und rackern, schmecken pausenlos ab, bis uns der Appetit vergeht und wir völlig erledigt sind, bevor die Party losgeht. Kurz bevor die Gäste kommen, machen wir uns im Bad noch schnell „fertig“

Irgendwas läuft da schief. Wir sind zu viel im TUN und zu wenig im Spüren. Wir mutieren vom human being zum human doing.

 

Innehalten

Ich blättere in der Vogue und bin fasziniert von einem Portrait über eine koreanische Nonne, die  – obwohl eine international gefeierte Sterneköchin -, beim Kochen meditiert. Kochen und Essen, sagt sie, sind nicht dafür da, satt zu werden, sondern um Erleuchtung zu erlangen.

Eigentlich, könnten wir meinen, dass Welten dazwischen liegen, dort die Nonne und wir hier in unserer Küche, unserem Arbeitsplatz oder wo auch immer. Und dennoch ist es nicht mehr als eine Armeslänge. Das Geheimnis liegt darin, uns wieder zu erlauben, unsere Sinne einzuladen. Einen Kochlöffel, einen Stift, den Telefonhörer nicht beiläufig zu greifen, sondern die Bewegung als Sensation zu erleben. Wow.

 

Dazu habe ich keine Zeit

Hmm… magst du nun einwenden. Wann soll ich das denn machen. Wenn es pressiert und alle immer etwas von mir wollen?

Genau dann lohnt es sich, wenn wir mal darüber nachdenken, was die anderen denn wirklich von uns wollen? Wollen sie uns erschöpft und müde? Wollen sie, dass wir ihnen beiläufig und lieblos, dafür aber zackzack etwas erledigen? Will unsere Familie von uns abgefertigt werden? Ich spreche aus eigener Erfahrung. Ich selbst habe in „Hochzeiten“, als das Geschäft brummte überlegt, wann ich es schaffe, aufs Klo zu gehen und ob ich etwas gegessen habe, weiß ich nicht mehr. War mir nicht wichtig. Meine Familie musste mich wohl für einen Roboter halten. Diese „Hochzeiten“ waren „Tiefpunkte“, was meine Weiblichkeit anging. Aber ich bin dankbar, dass mir dies bewusst wurde.

Ich erkenne, dass sich so viele erfolgreiche Frauen, so wie ich früher, an männlichen Vorbildern orientieren. Obwohl uns Frauen das Zusammenspiel liegt, mutieren wir zu Einzelkämpferinnen. Obwohl wir über Jahrtausende unserer Intuition gefolgt sind, verstörte mich meine erste Gynäkologin, indem sie mich anfauchte: „Glauben heißt nicht wissen“. Mein erster Chef fragte mich: „Sind sie nicht belastbar? Sie müssen sich die Frage stellen: Wollen Sie Hammer oder Amboss sein!“ Ich wollte erfolgreich sein – und ich entschied mich für den Hammer. Und erst heute, Jahrzehnte später weiß ich: unsere weibliche Kraft liegt ganz wo anders. In unserem Schoß, in unserem Herzen und in unserer Sinnlichkeit.

Tipp: Wenn dir der Gedanke kommt: „So kann es nicht weitergehen – ich muss etwas tun…“, dann tu nichts. Sei still, schließe die Augen, atme und frage dich: „Was ist gerade lebendig in dir? Und was schlummert noch wie unter einer dicken Schneedecke?“ Beobachte und spüre dich und lächle dem zu, was du in dir zu Leben erwecken willst.

Trage dich in den Fußletter ein, wenn du mehr Tipps bekommen willst.

 

Wandel

Wir Frauen waren leicht klein zu halten und gut zu manipulieren, indem man uns über Jahrhunderte Wissen vorenthielt und uns von unserer Quelle abschnitt. Das Ergebnis: Wir fingen an, dicht zu machen, um nicht als gefühlsduselig abgestempelt zu werden. Wir misstrauen unserem Bauchgefühl. Und wir wurden schneller. Schnell und durchgetaktet – keine Zeit, uns zu besinnen.

Wir fingen an, uns zu vergleichen. Und wir fingen an, Teile unseres Körpers abzulehnen und gar nicht mehr zu spüren. Unsere weiblichen Wurzeln waren gekappt. Frauen wurden zum Objekt, steuerbar, ausbeutbar aber damit auch kein Gegenüber mehr für das Männliche.

Doch dies ändert sich. Einmal auf ganz natürliche Weise, indem wir durch das Geschenk der Wechsel-Jahre auch die Wandlungsfähigkeit einladen können. Und es ändert sich kollektiv etwas, denn immer mehr Frauen hören auf, für Feminismus zu „kämpfen“, sondern lassen sich von der Weiblichkeit umarmen. Und immer mehr Männer schätzen ihr „Mannsein“ und brauchen es nicht mehr, eine schwache Frau an ihrer Seite zu haben. Sie wünschen sich Gefährtinnen und Partnerinnen. Nur dazu müssen wir uns wieder spüren – als Frau.

 

Deine Wurzeln nähren

Deshalb will ich praktisch werden und stelle dir Möglichkeiten vor, die deine Füße frohlocken lassen. Denn Selbstliebe fängt dort an, wo wir uns nur selten spüren. Bei den Füßen zum Beispiel. Damit sie nicht zu kurz kommen, habe ich hier ein Video für dich aufgenommen für deine Lieben am anderen Ende deines Universums.

Denn wenn wir unseren Körper mit einbeziehen, geht vieles leichter und genussvoller.

Unser Körper liebt es, wenn wir ihm Aufmerksamkeit schenken. Die Links zum Fußspielzeug findest du in meiner Schatztruhe.

Mut zur Lücke

Wenn du versucht bist, dies alles als Firlefanz abzutun, frage dich: woher nimmst du deine Kraft? Woher stammen deine kreativen Ideen für Produkte, Texte, Rezepte. Woher nimmst du deine Liebe und dein Mitgefühl – wenn du dich nicht zuvor selbst nährst und zur Quelle gehst? Und bringt es dir nicht spürbar mehr, dir die Erlaubnis zu einer erquickenden Auszeit zu geben und dann inspiriert wieder aufzutauchen und dich deinen Aufgaben zu widmen?

Ich unterstütze dich. Durch meine Onlinekurse und Bücher. Und bald kommt mehr. Im Fußletter erfährst du, wenn es so weit ist. Sei gespannt.

Alles Liebe

Birgit

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