Schmerzen – Oder das Leben ist Lila

Schmerzen - Das Leben ist Lila

 

Ein sinnliches Programm gegen Schmerzen

Wie du in 10 Schritten verlernst:

 

Leid zu ertragen, Schmerzen zu verbergen, und Tränen zu verdrücken –
nur um andren zu zeigen, dass es dir gut geht.

 

Eins ist klar, wenn du Schmerzen hast und dagegen kämpfst, wirst du verlieren. Sie ziehen dich runter. Du landest -schwups – auf einer anderen Schwingungsebene.
Dort warten die, mit den Sprüchen wie: „Du schaust heute aber gar nicht gut aus!“

Tapfer sein ist von gestern.  Wir müssen keine Heldinnen „mehr“ sein. Wir brauchen uns nicht mehr zu verraten mit einem wenig überzeugenden „Ist schon okay“. Das bringt uns nicht weiter. Schmerzen, Stress jeder Art zu „ertragen“ ist eine Falle.

Schau dir die Tänzerin auf dem Bild an. Wie viel ärmer wäre unsere Welt, wenn sie sich ihrem Schmerz nicht stellen würde?

Das Leben ist Lila

Die andere Falle, die wir alle nur zu gut kennen ist das Drama. Darin sind wir alle bühnenerprobt.

In Indien gibt es den Begriff LILA; übersetzt heißt das SPIEL. Das Spiel des Lebens quasi. Lila ist nicht nur eine dramatische Szene in einem Kinofilm, der dich zu Tränen rührt. Lila ist unser ganzes Leben. Wir sind Dramaturgin und Schauspielerin zugleich. Letztlich ist auch unser Schmerz – und wie wir damit umgehen – LILA.

Eckart Tolle hilft uns, das besser zu verstehen: Schmerzen gibt es nur in der Vergangenheit oder der Zukunft. Im JETZT, als in diesem einzigartigen Moment – da gibt es keinen Schmerz. Da gibt es auch kein LILA.

Und? Hast du Lust, aus deinem Drama auszusteigen? Statt dich zu grämen, nimm dich selbst in den Arm und sorge gut für dich:

Eine alte Regel sagt: Wenn du dem Universum zeigst, dass du dich um dich kümmerst, dann kümmert sich das Universum um dich.

10 Tipps, wie du Schmerzen mit Würde begegnen kannst

Lass dein Herz sprechen

Wenn die Seele die Sprache verliert, fängt der Körper an zu reden. Gib deiner Seele eine Stimme:
Nimm dein Tagebuch und schreib darauf los. Beschreibe, wie sich dein Schmerz anfühlt. Wie er „aussieht“. Wann er aufgetaucht ist (was war da los in dir?) Schreib ohne Punkt und Komma. Achte nicht auf Grammatik und Rechtschrift. Vielleicht bekommst du Lust, dich lyrisch auszudrücken. Oder du bist voller Wut und dein Stift drückt sich trotzig durch das Papier. Werde atemlos beim Schreiben und höre erst auf, wenn dir die Puste ausgeht. Nur für dich schreibst du. Niemand sonst liest das.

Was das bringt? Osho hat mal gesagt, dass wir im Westen viel zu kirre sind, um tief in die Ruhe einzutauchen. Wir brauchen dynamische Meditationsmetoden. Schreiben ist eine effektive Form der Meditation.

 

Befreie dich

Reinige dich mit einem Ganzkörperpeeling. Vermische 2 EL grobes Meersalz, 1 EL Olivenöl und 3 Tropfen ätherisches Öl. Rubble dich in der Wanne von oben bis unten ab. Damit es besser gleitet, kannst du deine Hände mit Wasser befeuchten.

Reinige dich auch mental: „Alles, was nicht zu mir gehört, lasse ich jetzt los“. Was dir das bringt? Du regst durch das Peeling den Stoffwechselprozess der Haut an und gleichzeitig reinigst du dich energetisch.

Salbe dich

Salbe die innere Königin in dir. Mache dies zu einem bewussten Akt der Selbstwertschätzung.

Gib Öl auf deine Kopfhaut (z.B. Sesam- oder Kokosöl) und massiere deine Kopfhaut liebevoll und vergesse deine Ohren nicht. Seufze genussvoll – das ist befreiend.

Bei Schmerz und Angst ziehen wir uns zusammen. Sogar unsere Kopfhaut spannt, auch wenn wir das häufig nicht wahrnehmen. Der Haarboden wird dann nicht versorgt: Haarausfall und graue Haare sind das Ergebnis.

Ziehe dich zurück

Zeit für eine Gesichtspackung oder ein Gesichtstuch, getränkt mit Wirkstoffkonzentraten. Reinige dein Gesicht und verwöhne deine Haut mit einer Maske. Bei Stress reagiert die Gesichtshaut. Jetzt darf sie entspannen. Schon Kleopatra wusste, was schön macht.

Nutze die Einwirkzeit für ein Experiment: Während der Einwirkzeit von 20 Minuten nimm dir vor, stille Beobachterin deiner Gedanken zu sein. Komme dabei nicht ins Überlegen und steige nicht in ein Drama ein. Bleibe einfach beim Beobachten. Schließe dein Experiment ab, indem du deine Beobachtungen „interessant“ findest und während du die Maske entfernst, stelle eine Frage in den Raum: „Wie kann es besser gehen?“
Klingt banal, hat aber einen reinigenden Effekt.

Lasse los

Gönne dir ein Bad. Verwöhne dich mit duftenden Badezusätzen. Vielleicht auch Rosenblüten? Wenn du das Wasser ablässt, bleibe noch in der Wanne und wiederhole: „Ich lasse los, was nicht mehr zu mir gehört“.
Alternativ stelle dich unter die Dusche und fauche, keife, pruste mit deinen Lippen, gib deiner Wut durch Töne Raum.
Wasser ist das Symbol für Reinigung und Loslassen.
Hülle dich danach in ein großes, vorgewärmtes Badetuch. Während du deine Haare trocknest gib dir eine Föhn-Massage: Lasse den Luftstrom mit lauwarmer Temperatur über deinen Nacken, Schultern und Hinterkopf kreisen.

 

Entfalte dich

Jetzt kommt die Schönheit mit dem Löffel: Du brauchst einen Kaffeelöffel und ein kleines Gefäß mit heißem Wasser, in dem du den Löffel immer wieder erwärmen kannst. Trage Gesichtscreme auf und arbeite sie mit der bauchigen Seite des warmen Löffels ein. Kreise sehr zart unterhalb deiner Augen. Wärme den Löffel immer wieder an. Dann fahre auch deinen Hals entlang vom Schlüsselbein weg nach oben hin. Bahn für Bahn von unten nach oben, belebst du deinen wunderschönen Hals.

Was passiert da? Durch sanftes, zärtliches Kreisen und die Wärme des Löffels aktivierst und belebst du deine Haut. Die Wärme wirkt tröstend und besänftigt auf unnachahmliche Art.

Lass los, was dich sauer macht

Mach es dir im Bett oder auf dem Sofa gemütlich. Trinke Kräutertee. Kräutertees sind basisch. Du kannst dir sagen: „Mit jedem Schluck tue ich mir Gutes. Und alles, was in mir „sauer“ ist, wird jetzt verwandelt“.

Wenn das Säure-Basen-Gleichgewicht gestört ist – und bei Schmerzen ist das häufig der Fall – bilden sich Schlacken. Kräutertee gibt einen ersten Anstoß, Schlackenstoffe auszuscheiden.

Vertreibe deine Sorgen

Falten wegbügeln: Lege deinen rechten Handrücken auf deine Stirn. Fahre mit sanftem Druck nach rechts. Wenn deine Hand das Gesicht verlässt, lege deinen linken Handrücken auf die Stirn und fahre nach links. Mach das wechselseitig 10x. Spüre nach, wie sich deine Stirn dankbar entspannt.

Bei Schmerzen verziehen wir meist unweigerlich das Gesicht und ziehen die Stirn in Falten. Das ist nicht nur nicht schön sondern auch schlecht für dein Kraftzentrum Beckenboden. Zwischen deinen Augenbrauen befindet sich nicht nur dein drittes Auge sondern auch ein Reflexpunkt für deinen Schoß.

Packe beherzt zu

Ziehe deine Ohren lang. Und dann packe deine Haare schopfweise und ziehe. Das sollte sich angenehm anfühlen. Dem Drang zu Gähnen und dich zu Räkeln gibst du genussvoll nach.

Was macht das mit dir? Mit einer Ohrmassage erreichst du über die Reflexpunkte den gesamten Körper. Und wie Münchhausen einst, ziehst du dich jetzt am eigenen Schopf aus deinem „Sumpf“.

 

Lege deine Hand auf

Reibe deine Hände kräftig. Dann lege eine Hand auf die schmerzende Stelle und spüre in sie hinein.

Handauflegen liegt uns Frauen in unseren Genen. Wichtige Energiepunkte liegen in deinen Handflächen. Meridiane enden hier. Das hat nichts mit Hokus Pokus zu tun.

 

Was meinst du? Willst du das mal für dich ausprobieren? Wie bist du bisher mit Schmerzen umgegangen?

Lies zum Abschluss noch mal, was du vorhin in dein Tagebuch geschrieben hast. Wenn du magst, kannst du etwas ergänzen oder markieren. Lass es griffbereit auf deinem Nachtkästen liegen. Vielleicht wird dir ein Traum geschenkt. Den schreibst du dann auf.

Nimm einen Schluck von deinem Tee in den Mund. In drei kleinen, bewussten Schlucken hinunter damit und fühle dabei tiefe Dankbarkeit deinem Körper gegenüber. Sage dir dabei: „Ich bin jetzt bereit, zu verstehen, was ich durch diese Schmerzen erkennen soll“.

Zu diesem Thema lese auch meinen Gastartikel: Verletzte Frauen verletzen andere Frauen – und wie wir unsere Würde bewahren. 

Lege ich jetzt hin. Umarme dich selbst und ausgiebig und dann schlafe.

Du wirst als eine andere Frau wieder aufwachen.

 

Alles Liebe

Birgit

P.S. Du willst tiefer einsteigen oder suchst nach einem Geschenk für dich oder deine Freundinnen? Schau dich in meinem Shop um. 

 

8 Kommentare zu “Schmerzen – Oder das Leben ist Lila

  1. Schmerzen. Ja. Da hatte ich im letzten Jahr genug, weil ich einen schweren Unfall gehabt habe. Bei mir hat gar nichts geholfen, auch kein Handauflegen (ich bin Reiki-Meisterin) noch irgendwas anderes. Eigentlich nur ruhen, das war gut. Aber leider ist das nicht immer machbar.
    Eine Therapeutin in der Reha hat gemeint, dass der Schmerz da bleiben soll, wo er hingehört und riet uns, nicht zu lange mit der Einnahme von Schmerzmitteln zu warten.
    Nun ist bei mir wieder alles gut. Aber ich weiß, dass es Menschen gibt, die mit einem andauernden, nicht zu heilenden Schmerz leben müssen. Und ich bewundere es sehr, wenn jemand ein solches Martyrium ohne Aussicht auf Verbesserung durchhält, denn ich fand es im letzten Jahr erstaunlich, was Schmerzen mit einem machen können.
    Ich wünsche dir wunderschöne Osterfeiertage!
    LG Sabienes

    • Birgit

      Liebe Sabienes,
      erleiden, durchhalten, aushalten, nicht mehr aushalten… Schmerzen können Macht über uns ausüben. Wir können dagegen kämpfen. So haben wir es gelernt. Hat nicht viel geholfen. Schmerz durfte nicht sein. Durch Guttis, Trösten, „ist schon wieder gut“ wurde uns schon uns als Kindern beigebracht, dass Schmerz nicht gut ist. Dabei gibt es Schmerzen, die wohl gut sind. Manche sprechen sogar von „Wohlfühlschmerz“, wenn z.B. bei der Massage eine Verspannung aufgelöst wird. Andere bezeichnen „Heil-Schmerzen“ als Regelung. Wohl wissend, dass dadurch etwas angetriggert wird; neu ausgerichtet; Energie sich Bahn bricht, wo vorher Stau herrschte. Dann gibt es natürlich den alarmierenden Schmerz. Er soll uns warnen: „bis hier hin und nicht weiter!“. Woher sollen wir all die feinen Nuancen erspüren können, wenn wir uns nie den Raum geben, und wie du richtig sagst: einfach mal nur ruhen. Müssen wir eigentlich schnell wieder funktionieren? Brauchen wird deswegen ein Schmerzmittel? Weil wir keine Zeit und keinen Raum haben, Schmerzen „auszuhalten“? Nichts gegen Schmerzmittel – generell! Ich möchte jedoch dazu anregen, wegzukommen von der eingefahrenen Denkweise: „Wenn Schmerz, dann Schmerzmittel“.
      Liebe Grüße und frohe Ostertage
      Birgit

  2. Dagmar

    Liebe Birgit,
    wie immer ein super Text. Tolle Anregungen, die mich auch wieder dazu ansprechen
    in meinem Qigong Nähkästchen zu stöbern.
    Selbstliebe und gesunder Egoismus sind eine Baustelle bei mir. Loslassen von alten Glaubenssätzen
    ist auch immer wichtig.
    Ich wünsche dir von Herzen
    ein schönes Wochenende
    Dagmar

    • Birgit

      Liebe Dagmar,
      Qi Gong hat da einiges zu bieten. Aber noch wichtiger als zu „üben“ ist, zwischendrin auch mal nichts zu tun. Aushalten, sein lassen, anschauen. Loslassen.
      Lila Grüße 🙂
      Birgit

  3. Liebe Birgit, was für ein Post. Danke fürs verlinken, das werde ich bei Zeiten gerne zurück geben, denn ich bereite auch gerade einen Artikel vor der wunderbar zu deinem passt. Wenn die Seele trauert kann der Körper nicht gesund sein, aber jeder kann sich selber helfen. Dazu hast du ganz tolle Anregungen gegeben. Du hast wirklich einen ganz tollen Blog und ich freue mich zu deinen Leserinnen zu gehören.
    LG Petra

    • Birgit

      Liebe Petra,
      Zeiten, in denen die Seele trauert und der Körper nicht gesund ist, wollen wir vermeiden. Warum eigentlich? Warum wird uns nicht gelehrt, dass das magische Momente sind. Mütter hielten uns den Schnuller hin oder steckten uns Gummibärchen zu und „speisten uns ab“ mit einem „ist schon wieder gut“. Jahrzehnte und viele Süßigkeiten später, wird uns klar, dass damit eben nicht alles gut ist. Gut ist vielmehr, die Trauer, den Zorn, was immer sich zeigt, auszuhalten, anzuschauen und eben nicht runterzuschlucken – mit was auch immer.
      Ich bin gespannt auf deinen Artikel
      Liebe Grüße
      Birgit

  4. Astrid

    Wow, liebe Birgit, deine Worte habe reingehauen. Haben mich direkt da erreicht, wo er sitzt, der Schmerz. Die Tränen flossen schon nur beim Lesen der Tipps, jetzt werde ich den ein oder anderen umsetzen. Vielen lieben Dank, sehr wertvoll deine Worte

    • Birgit

      Liebe Astrid,
      der Artikel ist auch aus dem Grund so kraftvoll, weil ich gerade selbst in einem Prozess stecke und daher weiß, wovon ich spreche. Schmerzen richtig annehmen wirken wie ein ganz großer Reinigungsprozess – dafür wünsche ich dir
      Alles Liebe
      Birgit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.