Schweißfüße – Vor Scham im Boden versinken

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Schweißfüße, Scham und Energie

 

Fuß an Kopf: „mir stinkt’s“
Kopf an Fuß: „sei leise!“
Fuß an Kopf: mir stintk’s aber gewaltig!“
Kopf an Fuß: „Psssst!!!!“
Kopf an Fuß: „Du stinkst!?!“
Fuß an Kopf: „sag ich doch…“

 

 

Als Draufgängerin mache ich nicht vor anrüchigen Themen halt

Dieser Artikel hat mir ziemlich viel Freude bereitet. Meinen Mann habe ich zum Tango geschickt und ich habe es mir vor dem Computer gemütlich gemacht. Ein Glas Wein, gutes Mineralwasser, Erdbeeren… Ich hoffe, du hast ebenso Freude beim Lesen. Es lohnt sich, dieses Thema einmal ganz anders zu betrachten…
Übrigens auch und gerade dann, wenn du nicht betroffen bist.

Schwitzen ist an sich eine tolle Sache

Nur dadurch hat die Menschheit überhaupt überlebt. Denn die meisten Säugetiere schwitzen nicht. Ein Gepard ist ein gutes Stück schneller, dafür hängt ihm nach einem Spurt die Zunge raus und es ist erst mal Hechelpause angesagt.

Wir Menschen haben uns dagegen zum Dauerläufer entwickelt, um Beute hinterherzulaufen.

Dumm bloß, dass die Natur noch nicht mitbekommen hat, dass Schwitzen im Büro und in der Praxis; beim Date mit dem Liebsten oder beim Bewerbungsgespräch nicht angesagt ist.

Unser Schweißzentrum in der Hirnanhangdrüse spielt bei Stress verrückt. Auch eine übernormale Größe der Schweißdrüsen selbst kann Ursache für das feuchte Problem sein. Angetriggert wird die Schweißproduktion gerne auch mal durch Kaffee (ist das nicht gemein!?), scharfes Essen und Nikotin.

Starker Fußschweiß kann auch ein Hinweis darauf sein, dass die Schilddrüse nicht einwandfrei funktioniert. Bei Bedenken suche einen Arzt auf.

 

Sei es wie es ist. Wir mögen nicht schwitzen. Und stinken schon gar nicht. Und weil uns das so peinlich ist, schwitzen wir vor Aufregung noch mehr. 

Dabei gibt es Abhilfe. Aber gemach. Nähern wir uns dem Thema auf leisen Sohlen…

Generell ist Schweiß geruchslos, erst Bakterien sind für fiese Gerüche verantwortlich.

Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung klagt über Käsefüße. – Männer häufiger als Frauen.

Anders als unsere dauerlaufenden Vorfahren stecken unsere Füße oft den ganzen Tag in engen, luftundurchlässigen Schuhen. Da herrscht ein feucht-warmes Mikroklima, in dem sich Bakterien so richtig wohl fühlen.

Meist sind es gar nicht die Füße selbst, die den unangenehmen Geruch absondern, sondern die Socken und Schuhe, die den Fußschweiß absorbieren und speichern. Schweißfüße sind also ein echtes Zivilisationsproblem.

Gut verpackte Füße in geschlossenen Schuhen verhindern den Abtransport von Fußschweiß, der sonst auf natürliche Weise verdunsten würde.

Achte darauf, dass du viel frisches Obst und Gemüse isst. Damit entsäuerst du deinen Körper. Ein übersäuerter Körper – drückt das durch Duftnoten aus.

Ein paar Fingerhüte voll Schweiß können pro Tag produziert werden.

  • Deshalb ist die Empfehlung einleuchtend, täglich die Schuhe zu wechseln. Mindestens 24 Stunden dauert es, bis ein Schuh wieder getrocknet und gut durchlüftet ist. Wenn möglich sollte man die Einlagen dazu herausnehmen.
  • Turnschuhe und Sneakers kannst du sogar in der Waschmaschine waschen
  • Überhaupt sollten Schuhe bequem sein und den Fuß nicht beengen. Achte auf atmungsaktive Materialien und verzichte auf Synthetik.
  • In Schuhgeschäften findest du Schuhdeos
  • Zusätzlich kannst du Fußpuder (Babypuder) verwenden, das du in die Schuhe streust.
  • Ausprobieren kannst du auch geruchshemmende, desodorierende Einlegesohlen aus Zedernholz. Zeder hat eine besonders gute und natürliche antibakterielle Wirkung.
  • Auch dünne Einlegesohlen aus Leder sind atmungsaktiv und nehmen einen Teil der Feuchtigkeit auf.
  • Oder Sohlen aus Kork.
  • In Asien sind Zimtsohlen ein altbewährtes und vor allem natürliches Hausmittel. Dabei vermindert der Zimt den lästigen Fußgeruch, er absorbiert den Schweiß, lässt Bakterien und Pilze kaum wachsen und hat feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften. Achtung: nicht bei Schwangerschaft verwenden
  • Strümpfe aus Naturfasern wie Wolle oder Baumwolle sind ein bewährtes Hausmittel
  • Klar, dass sie täglich gewechselt werden
  • Von Synthetikfasern solltest du vorübergehend die Finger lassen kauf dir lieber
  • Sexy Netzstrumpfhosen

Übrigens: Dr. Stefan Polten von Gesundheit-to-go.de, hat mich zu diesem Thema interviewt.

Jetzt ist Zeit, dass wir uns liebevoll unseren Füßen zuwenden

 

Dazu streichen wir am besten gleich mal die Vokabel „Kampf gegen Schweißfüße“ So gewinnen wir keinen Blumentopf.

Bisher haben wir unsere Lieben versteckt. Sie extra dick eingepackt, damit kein Mief entweichen kann. Wir haben ihnen die Schuld für unser peinliches Berührtsein zugeschoben. Sie lieblos geschrubbt und mit stinkenden Cremes behandelt – und: was hat es gebracht?

 

Stattdessen können wir unsere Füße:

  • Täglich freundlich waschen und danach behutsam trocknen – auch zwischen den Zehen.
  • Anschließend verwöhnen wir sie mit einer wohlduftenden Creme, mit der wir auch unserer Nase ein Glücksgefühl bescheren.
  • Fußnägel dürfen kurz; gereinigt und gepflegt sein. Hornhaut will entfernt werden. Denn hier fühlen sich Stinkebakterien besonders wohl.
  • 2x die Woche gibt es ein Fußbad mit betörend duftenden Pflegezusätzen.
  • Lies auch die Tipps über Mundgeruch und Fußschweiß in Zähne und Zehen 
  • Währenddessen ist Zeit für Affirmationen, wie:
    „ich liebe meine wunderbaren Füße und lasse jetzt los, was nicht mehr zu mir gehört“
  • Freue dich über häufiges barfuß laufen und genieße die Freiheit deiner Füße.
  • Sorge für warme Füße. Warme Füße sind besser durchblutet.
  • Gönne dir ab und zu ein basisches Fuß- oder Wannenbad zur Entsäuerung.
  • Verwöhne dich regelmäßig mit einer professionellen Fußpflege.
  • Trinke gutes, stilles Mineralwasser und Kräutertees. Mit jedem bewussten Schluck tust du dir Gutes.
  • lies dazu auch den Artikel über Grounding und lade mehr Zärtlichkeit ein in deine Welt.

 

Nun kannst du noch dein Unterbewusstsein mit einladen:

  • Zur Feier deiner wiedergewonnenen Freiheit kannst du dir ein paar wunderschöne Söckchen aus Naturfasern gönnen oder Netzstumpfhosen
  • Nimmst dir Zeit, mit Lust und Entschlossenheit deinen Schuhschrank zu putzen. Danach kannst du Duftsäckchen oder Duft verströmende Seife hineinlegen.
  • Ein paar alte miefende Schuhe kannst du rituell entsorgen. Wirf sie feierlich in den Müll.
  • Alle anderen Schuhe sprühst du mit einem Schuh-Deo ein und lässt sie lüften.
  • Du kannst Räuchern oder ein Räucherstäbchen anzünden und schicke die Stinkegeister freundlich aber bestimmt aus dem Haus.
  • kommt dir komisch vor? Vertraue mir. Stinken ist noch komischer…

Das war’s – mehr ist nicht zu tun. Außer lächeln, denn:

 

 

Themen, die mit Scham besetzt sind, sind mir eine Herzensangelegenheit. Lies hier. Ich spüre so viel Leid, wenn ich im Netz nach Inspirationen suche. Ich finde, es ist an der Zeit, sich und anderen mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Denn für uns alle gilt:

Du bist gut genug. Du bist gut genug. Du bist gut genug.

Alles Liebe und Grüße an die Füße

 

Birgit

P.S. Ich freue mich über Kommentare, Fragen, Anregungen.  

 

14 Kommentare zu “Schweißfüße – Vor Scham im Boden versinken

    • Birgit

      Oh, ein Footdoc. Danke für den Tipp Ronald’o. Silberfäden werden auch in T-Shirts eingewebt gegen Schweißgeruch. Ich kann mich erinnern, dass dies einmal sehr kontrovers diskutiert wurde. Bzgl. Algenpulver habe ich gerade nachgeschaut: Es hat eine basische Wirkung auf den Körper.
      Danke und Fußgruß zurück
      Birgit

  1. Ella

    Hallo zusammen, ich finde es super, dass im Beitrag die Wirkung des Zedernholzes genannt wird. Ich finde, dass dieses Zedernholz auch ein wunderbares Naturheilmittel gegen Fusspilz ist. Ich lege inzwischen einfach diese Zedernasohlen in meine Lieblingsschuhe und seither habe ich werde mit Fußgeruch noch mit Fußpilz zu tun. Meine Füße duften wunderbar nach diesem Zedernholz und meine Füße machen einen super gesunden Eindruck. Auch mein Schwitzen habe ich gut in den Griff bekommen können. Das Zedernholz saugt die Flüssigkeit, also den Schweiß, einfach effektiv auf. Ich bin immer wieder überzeugt von diesen ganz natürlichen Naturheilmitteln.

  2. Barbara

    Liebe Brigit!
    Für die tägliche Routine wie Zähneputzen oder Gesicht cremen: Mein ultimativer Tipp ist Baking Soda oder normales Natron – ca. 1 Eßl auf lauwarmes 100 bis 150 ml Wasser in eine Miniflasche und gut durchschütteln – verschließen. Daraus nehme ich jeden Tag – wie Gesichtswasser – und befeuchte ein Wattepad. Mit diesem Wattepad streiche ich vor allem zwischen den Zehen und auf der Fußsohle entlang. Die Zehenzwischenräume sind ganz wichtig – von dort kommt der Geruch! Trocknet sofort ab. Und ein solches Fläschchen gehört zu meiner Standardausrüstung auf Reisen (und ich bin viel unterwegs…). Ab sofort riecht nichts mehr – morgens mittags abends nicht. Fast Natur – also keine Giftstoffe kein Deo…. Nass ich ja kein Problem…. Probierts aus!!
    Herzliche Grüße Barbara

    • Birgit

      Liebe Barbara,
      vielen Dank, dass du diesen Tipp mit uns teilst. Manchmal sind so einfache Dinge so wirkungsvoll.
      Mit freundlichen Füßen 🙂
      Birgit

  3. Liebe Birgit,

    toll dass du so ein schambesetztes Thema so schamlos aufgreifst 😉
    Ich bin da Gott sei Dank gesegnet und verschont, doch als ich es so las kam mir natürlich in Sinn dass das beim Sex auch ganz schön störend und noch beschämender ist, wie sowieso schon.

    Gut zu wissen dass es dich und Abhilfe gibt.

    Herzliche Grüße
    Ute

    • Birgit

      Liebe Ute,
      Scham ist ein Tor. Entweder wir campieren davor und verlieren uns in Jammern und Selbstmitleid oder wir wenden uns zu. Dann geht plötzlich die Tür auf. Du schreibst in deinem göttlichen Blog über das wohl größte Schamthema: SEX.
      Danke für deinen Kommentar und danke für dein Engagement
      Birgit

  4. Friederike Jaeneke

    Für diverse Fußprobleme gibt es bei „www.Elisabeth Bliklen -Zimtprodukte.de“
    entweder Zimtsohlen (Gr.37-45) oder – neu – Sandelholzsohlen (erfrischend, kühlend, pflegend) für je € 15.- (halten mind.6 Monate)
    Auch ihre übrigen Angebote sind hilfreich – ich nehme z.B. seit einiger Zeit die Kurkuma-Kapseln
    zur Unterstützung des Immunsystems. Kann ich weiterempfehlen…

  5. Liebe Birgit,
    ich schwöre auf basische Fussbäder. Wichtig ist zu wissen, dass das was da raus will auch wirklich raus soll. Der Körper scheidet mit dem Schweiß Schlackenstoffe aus.
    Mit basischen Vollbädern kann man auch den Schweißgeruch unter den Achseln und Wallungen in den Wechseljahren lindern.
    Dass erst die Bakterien den Schweiß stinkig machen ist richtig. Aber die Hautflora baut sich entsprechend der gewohnheitsmäßig ausgeschiedenen Stoffe auf. Wenn da nichts grausliches ausgeschieden wird, was zersetzt werden muss, siedeln sich auch die entsprechenden Bakterien nicht an.
    Auf Ernährung achten, genügend Wasser trinken und regelmäßig entgiften hilft eigentlich immer.
    Alles Liebe, Alexandra

    • Birgit

      Liebe Alexandra,
      du bist ein Schatz! Vielen Dank für diesen Tipp. Ich liebe basische Bäder. Auch dein Hinweis, dass da was raus muss und will ist wichtig.
      Vielen Dank
      Birgit

  6. Michelle

    Toller Tipp, DANKE! Die Zedernasohlen helfen ja wirklich. Ich habe mir direkt welche im Internet bestellt und ich trage sie jetzt seit ein paar Tagen – ich bin begeistert. Kein Gestank und keine nassen Füße mehr!! Prima!!!

  7. Andrea aus Toronto

    Hallo Birgit. Danke fuer den Geruchsartikel. Stimmt alles. Fussbaeder sind super. Hatte mir vor vielen Jahren mal eine Klangschale fuer Fussbad zum Geburtstag gewuenscht und bekommen. Ist genial. Leider erst 2x gemacht. Ist immer gut wieder erinnert zu werdenl. Wuerde es jetzt sofort gerne machen, aber bin geschaeftlich in Toronto. Dafuer dann nur Fuesse abbrausen heute.
    Hier laufe ich sehr viel. Arbeit hin und zurueck, schnelles Gehen im Fussgaengerstrom. Und dann noch Sightseeing in der Stadt umher. Und ich merke, das strapaziert meine Fuesse extrem. Vor allem merke ich nun in welchen Schuhen laengeres Laufen moeglich ist und in welchen es gar nicht geht. Kuemmere mich ein wenig, aber koennte mehr sein. Danke fuer deine Hinweise! Da hoere und spuere ich doch genauer hin.

    • Birgit

      Liebe Andrea,
      du bist eine mutige Frau 😀
      Vielen Dank auch für den Hinweis mit der Klangschale. Da wäre ich gar nicht draufgekommen. Das ist eine saubere Schwingung, Stinkebakterien können das gar nicht abhaben. Super Tipp.
      Liebe Grüße nach Toronto
      Birgit

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