Weil kein Schuh mehr passt – Hallux valgus Operation

 

hallux valgus operation

 

Weil kein Schuh mehr passt
Hallux valgus Operation – und dann?

 

Worauf muss frau sich eigentlich gefasst machen, wenn sie sich operieren lässt? Draufgängerisch habe ich drei Frauen für dich befragt 🙂

Diesmal ist alles anders. Petra hat Mut gefasst und sich zu einem Vorgespräch angemeldet. Ihr rechter Fuß wurde bereits vor Jahren operiert. Damals wollte sie nur schnell wieder funktionieren. Jetzt hat sie sich viel Zeit genommen. Ihre klare Entscheidung für eine Operation ist gleichzeitig ein deutliches Ja zu sich selbst, ihrer Partnerschaft und ihrem Körper. Dank einer Zusatzversicherung fürs Krankenhaus liegt sie nicht wie damals im Dreibettzimmer. Sie ist dezent geschminkt: „Nur weil ich im Krankenhaus bin, will ich kein Opfer sein – diese Zeit ist vorbei.“

Petra war extrem angespannt: „Mir war alles zu viel.“ In der Arbeit hat sich die letzte Zeit sehr viel geändert. Deshalb geht sie gern ins Fitnessstudio: „Ich brauche das für meinen Seelenfrieden und um mich auszutoben.“ Ihr Fuß erlaubte das nicht mehr.

Andrea hingegen war wütend: „Besser wird’s nicht mehr, eher mit der Zeit schlimmer.“ Und ihr „Hallux“ stört sie schon lange: „Ich passe in keinen schicken Schuh mehr“. Einem Stadtbummel konnte sie schon länger nichts mehr abgewinnen: „Spätestens nach einer Stunde konnte ich an fast nichts mehr denken, weil mir die Füße so weh taten.“ Als Altenpflegerin ist sie viel auf den Beinen und trägt dann Gesundheitsschuhe.

Wegen ihrer Fußprobleme hat sie sich immer häufiger ausgeklinkt und dadurch den Anschluss an ihre Clique verloren. Zusammen sind sie abends häufig um die Häuser gezogen. Ü-Partys, gemeinsame Kinobesuche oder mal Essen gehen waren Highlights – ihr Alltag ist schwer genug. Und dann machten ihre Füße einfach nicht mehr mit. Sie fragt sich auch:

War das wirklich schon alles?

Schließlich Sandra. Sie kann ohne Sport nicht leben: „Ich liebe Sport, und ein Leben ohne laufen ist für mich unvorstellbar.“ Sandra ist Chefassistentin eines führenden Motorradherstellers. Ihr Job besteht darin, schweren Jungs das Leben zu erleichtern und ihnen täglich Paroli zu geben.

Um sich als Frau in einer Männerwelt zu behaupten, meinte sie bisher kämpfen zu müssen. Nur ja keine Kleider, wenig Schmuck und Schminke, um nicht als Weibchen gesehen zu werden. Als Ausgleich also joggen. Wobei sie sich heute immer häufiger die Frage stellt:

Bin ich vor mir selbst davon gelaufen?

Dabei ignorierte sie ihre Füße und so fiel es ihr auch nicht auf, dass sich ein Ballenzeh entwickelte, bis sie keine passenden Laufschuhe mehr fand und auch keine mehr brauchte, denn nun machte sich ihr Fuß mit Schmerzen auf sich aufmerksam.

Wie kam es zum Hallux valgus?

Auf die Frage gaben mir alle drei ganz unterschiedliche Antworten:

Petra beobachtete ihre Füße seit 8 Jahren. Eine rasante Verschlechterung führt sie auf Hormontabletten nach einer Tumorbehandlung zurück. „Sie haben das Problem spürbar verstärkt. Ich kam mir vor, wie per Express in die Menopause geschickt. Dabei bekam ich Gliederschmerzen und Gelenkveränderungen.“ Dabei lebt Petra sehr bewusst und achtet auf ihre Ernährung: „Daran kann es also nicht liegen…,“ seufzt sie, denn bei ihr haben sich neben dem Hallux valgus auch Krallenzehen ausgebildet. Der Eingriff war deshalb eine „große Geschichte“: Vorne eine Klammer, 7cm Titanplatte und ein großer langer Nagel, der den Mittelfußknochen streckt und unterstützt“, erklärt sie.

Andrea schaut mich ratlos an, sie hat eigentlich keine Ahnung, wie sie dazu kam. Sie tippt darauf, den Ballenzeh von ihrer Mutter geerbt zu haben. Lies dazu auch Wohlstand – und was das mit deiner Mutter zu tun hat. Erst dachte sie, Füße schauen nun mal so aus. „Ehrlich gesagt, habe ich meine Füße nie gemocht.“ Und etwas leiser ergänzt sie: „Deshalb habe ich auch nicht auf sie geachtet und auch nicht so wirklich mitbekommen, dass sie sich so krass verändert haben.“ Bei Andrea hat sich der große Zeh bereits unter den nächsten geschoben.

Ich glaube, ich war mir einfach nicht wichtig genug…

Sandra neigte bereits als Kind zu starken X-Beinen, war deshalb bereits mit 8 Jahren im Turnverein und trug seitdem Einlagen. Stöckelschuhe hatte sie in ihrem ganzen Leben bisher nur ein einziges Paar: „Das war mit 20 für die Tanzschule und richtig gehen konnte ich nicht damit“.

Lies auch Hallux valgus und Hallux valgus: Operieren oder nicht

Die OP – Gute Planung ist wichtig

Petra hat die Operation schon lange ins Auge gefasst, sich beraten lassen und auch eine Zweitmeinung eingeholt. Sie wollte wissen, was sich der Operateur zutraut und auch erstmal verschwiegen, dass sie eine Zusatzversicherung abgeschlossen hat. Sie wusste: „hier bin ich gut aufgehoben“, nachdem der Arzt damit kein Problem hatte.

Andrea erklärt mir: „Ich habe so lange gewartet, weil mir ein Arzt einmal sagte, da kann man nichts machen.“ Sie trug die Einlagen, die er ihr verordnet hat. Erst als sie kaum mehr in einen Schuh passte, empfahl ihr eine Fußpflegerin, sich an eine Spezialistin zu wenden. „Die hat mich angesehen und den Fuß mit ihren eigenen Händen – ohne Handschuh – berührt.“ So eine einfühlsame Behandlung war Andrea nicht gewöhnt. Da sie die „Sache“ schnell hinter sich bringen wollte, kam sie gar nicht auf den Gedanken, sich weiter umzusehen.

Sandra ließ sich ausgiebig beraten: „Mein Arzt hat mir erklärt, dass viele Operateure dem Wunsch vieler Patientinnen entsprechen und eine OP durchführen, bei der man schnell wieder auf die Beine kommt. Er meinte aber, dass bei dieser Art von OP die Gefahr besteht, dass der Hallux dann nach einer gewissen Zeit zurückkommt, weil nur der Zeh begradigt wird und der Fuß weiter unstabil bleibt. Das hat mich überzeugt.“

Nach der OP

Die OP ist gut verlaufen. Petra ist erleichtert und doch etwas skeptisch, wenn sie daran denkt, dass sie bereits nach 10 Tagen entlassen wird: „Mein Fuß sieht abenteuerlich aus – und ich hoffe, ich komme dann zurecht.“

Andrea wurde ambulant operiert. Schon nach ein paar Stunden durfte ihr Freund sie nach Hause holen.  Lediglich zum Verbandswechsel musste sie dreimal die Woche in die Klinik fahren. Die Thrombosespritzen hat sie sich selbst gegeben.

Schmerzen

Petra musste sich zur Ruhe zwingen, ihr Fuß war sehr geschwollen und schmerzte. „Meine Orthopädin meinte, das wäre ganz normal, weil der Zeh es mir übel nimmt, dass er nun eine neue Richtung einschlagen soll.“  Damit konnte sie die Schmerzen besser einordnen.

Andreas Erfahrung war ein ganz andere: „Ich war beim Orthopäden zur Nachsorge. Nach fast 8 Wochen wollte ich Krankengymnastik verordnet bekommen und ihm sagen, dass der Fuß arg schmerzt. Nachdem er ihn angesehen hatte und ziemlich grob darauf rumdrückte meinte er nur, es würde alles tadellos aussehen.“ Zum Abschied sagte er noch: „Ich soll nicht so wehleidig sein und aufhören, so intensiv in mich hineinzuhören.“

Sandra hat sich auf allerhand gefasst gemacht, war dann aber überrascht, wie überwältigend die Schmerzen waren und meint heute: „Vielleicht hat mir das auch gezeigt, dass ich nicht die starke Frau spielen muss.“ Sie hat gelernt, dass sie Schmerzen nicht aushalten muss und bekam auf Nachfrage sofort ein anderes Schmerzmittel.

Wie lange darf ich den Fuß nicht belasten?

Petra: „Anfangs darf der Fuß gar nicht belastet werden. Da ist sogar die Bettdecke zu schwer. Jedes Gramm Gewicht ist zu viel“

Andrea ist bereits nach einer Woche alleine mit der Straßenbahn zum Verbandswechsel gefahren.

Trag dich in den Fußletter ein und hole dir wertvolle Tipps.

 

Sandra: „Ich war sehr, sehr „brav“ und habe mich strikt an die Anweisungen gehalten, denn ich wollte nicht riskieren, dass mein Fuß schlecht verheilt. Nach einer Woche in der Klinik habe ich drei Wochen zu Hause sehr streng gelegen und stark hochgelagert. Danach der Entlastungsschuh für eine weitere Woche und dann darf ich wieder normale Schuhe tragen. Ich bin schon gespannt. Die Zeit wird einem auf jeden Fall schon ziemlich lang, wenn man wochenlang herumliegt aber es hilft ja nichts.“

Bei einer „normalen“ Hallux – OP kannst du, je nach Beruf mit 2-5 Wochen Arbeitsunfähigkeit rechnen. Zwei Wochen Schonung sind nach einer OP immer angebracht, danach sind die meisten Patienten schon sehr mobil, anschließend trägt man den Vorfußentlastungsschuh. Langes Stehen, Gehen oder Spaziergänge mit dem Hund sind anfangs noch nicht möglich. Bei weit fortgeschrittenen Fehlstellungen, sind aufwändigere OP-Methoden notwendig, die eine länger Einschränkung mit sich bringen.

Tipps

Petra wurde klar: „Bei der Entlassung aus der Klinik gehen sie davon aus, dass du zuhause gepflegt wirst!“ Das war bei ihr nicht der Fall. Sie hat sich einen Rollator organisiert: „Damit habe ich Geschirr durch die Wohnung transportiert.“

Ein alter Ikeastuhl wanderte in die Duschkabine. Schließlich sollte gute vier Wochen kein Wasser an die Narben kommen.

Narben

„Mein Fuß sah abenteuerlich aus – eine farbige Melange“ berichtet Petra und umso wichtiger war es ihr, dass sie die Narben nachdem der Schorf abgefallen war täglich pflegt. „Es hat zwei Monate gedauert, bis ich mich getraut habe, richtig hinzufassen“.  Lies dazu auch Narben entstören.

 

Sexy Schuhe

Anfangs darf der Fuß noch nicht voll belastet werden. Dafür gibt es einen Vorfußentlastungsschuh. Eine Art „Mondschuh-Monster, aber er drückt wenigstens nirgends.“

Petra macht eine spannende Beobachtung: „Die Hornhaut ist gänzlich verschwunden. Und ich bekomme keine Blasen mehr. Sogar meine Fußnägel haben sich erholt, sie waren bisher immer verhärtet und verdickt.“

Petras Hüfte hat sich durch das Hochlagern (6 Wochen im Bett und beim Gehen mit dem Vacoped-Stiefel) verschoben. „Eigentlich müsste der jeweils andere Schuh mit einem zusätzlichen Plateau versehen werden.“ Sie behalf sich mit einem Winterstiefel mit Fersenerhöhung, um den Höhenunterschied auszugleichen. Und dennoch fühlt sie sich morgens nach dem Aufstehen „schief wie Quasimodo“. Osteopathie hilft hier.

„Diesen sexy Schuh trag ich auch, aber das nehme ich gern in Kauf, wenn was (hoffentlich) Vernünftiges dabei rauskommt,“ verrät mir Sandra und kann es kaum erwarten: „Nachdem der Vorfußentlastungsschuh weg ist, kann ich wieder schwimmen, nach 8 Wochen wieder Fahrrad fahren und ungefähr 12 Wochen nach der OP endlich wieder mit dem Joggen anfangen. Bin mal gespannt.“

Endlich wieder „normale“ Schuhe

Nach 2 Monaten ist es dann endlich Zeit für normale Schuhe. Aber was heißt schon normale Schuhe? „Das sind dann Joggingschuhe – zwei Nummern größer, denn der Fuß schwillt immer wieder an“, erklärt mir Sandra und rollt mit den Augen. Und auch das muss geübt werden. Auch jetzt, etwa sechs Monate nach dem Eingriff, achtet sie darauf, Reibung zu vermeiden.

Andrea ist enttäuscht. „Mein Arzt hat mir verboten, normale Schuhe zu tragen, weil der Hallux sonst schnell wieder kommt und der Zeh sich wieder schief stellt.“

Petra bekam eine  Liste von Schuhen, mit denen sie gut klarkommen sollte: Mephisto / Clarks / Finn Compfort / Solidos / Highländer / Ecco /LaShoe. Lies dazu auch: Die Welt braucht deine Schönheit.

Tipp für Schnürung von festen Schuhen

Immer wieder Schwellungen

Alle drei Frauen berichten von starken Schwellungen. Lymphdrainage würde hier sehr viel bringen, wird aber nur auf Nachfrage verordnet. Wickel mit Retterspitz brachten Erleichterung und natürlich Hochlagern.

Zurück in der Normalität

Manches geht noch nicht, erklärt mir Petra, obwohl alles lehrbuchhaft gut verlaufen ist, kann es ihr nicht schnell genug gehen. Ihre Kondition ist im Keller. Sie erkennt auch, dass ihr nicht operierter Fuß nun nach innen zeigt. Wahrscheinlich musste er zu viel ausgleichen.

Deshalb lässt sie sich weiter Physiotherapie verschreiben. Der Therapeut „knetet und macht“. „Er kommt besser dran als sie selbst und traut sich auch mehr“, erklärt sie mir. Weiche Untergründe wie Waldboden machen ihr zu schaffen, auch ihre Zehen lassen sich noch nicht wieder gut abbiegen. „Es gibt“ unterschiedliche Tage“. An Tanzen ist jedenfalls so schnell noch nicht zu denken.

Auch mit dem Gleichgewicht halten kommt sie nicht klar. Tipp: Einbeinstand und Gelegenheiten zum balancieren nutzen. Sehr zu empfehlen ist der Fußretter.

6 Monate später

Petra ist dankbar für deutlich mehr Lebensqualität und bereut nichts. „Abgehakt ist das Thema aber noch lange nicht.“

Auch Monate nach der OP kommt es bei Andrea immer wieder zu Schwellungen. Ihr Therapeut erklärt ihr, dass sie für die Wiederherstellung der normalen Beweglichkeit der Gelenke den Füßen mehr Aufmerksamkeit schenken darf. Bewegung, Mobilisation, Massagen sind wichtig, damit die Schwellungen zurückgehen und die Gelenkflüssigkeit sich verteilt.

Sandra hat ihren Laufstil verändert. Sie läuft langsamer und legt Walkingintervalle ein. „Ich nehme jetzt viel mehr wahr“ erkennt sie.

Auf den Stöckel gebracht

Mit einer Hallux valgus Operation bist du nicht schlagartig alle Probleme los. Wichtig ist, Eigenverantwortung zu übernehmen. Stelle Fragen. Fordere Rezepte für ergänzende Therapien ein und sei auch bereit, Zeit und Geld in dich und dauerhaft gesunde Füße zu investieren, auch wenn manches nicht von der Krankenkasse bezahlt wird.  Weil du es dir wert bist.

Alles Liebe und Grüße an die Füße

Birgit

 

Welche Erfahrungen du gemacht hast. Hast du Tipps? Schreib einen Kommentar.

 

 

13 thoughts on “Weil kein Schuh mehr passt – Hallux valgus Operation

  1. Ich hatte auch einmal Ansätze für einen Hallux valgus. Eine zeitlang habe ich dann einen Zehentrenner aus Silikon getragen und im Sommer bin ich dann konsequent auf Flip-Flops umgestiegen (was mir ja nicht besonders schwer fällt). Nach einem Jahr war der Spuk vorbei. Was ich damit sagen möchte ist, dass es wichtig ist, eine solche Veränderung möglichst bald zu bemerken und zu reagieren.
    Apropos Füße und so! Guck mal hier: https://frau-sabienes.de/tango-leidenschaft/ 🙂
    LG
    Sabienes

    • Birgit

      Liebe Sabienes, Frau im besten Alter, wie du dich nennst 🙂
      jetzt bin ich ganz aufgeregt. Hab natürlich gleich auf den Link geklickt und ich habe meinen Augen erst nicht getraut… DANKE !!! So eine Wertschätzung. Ich bin sprachlos. Deshalb schreibe ich jetzt nicht weiter sondern trinke einen Prosecco auf dich.
      Alles Liebe – Birgit

  2. Andrea

    Hallo Birgit,

    ich lese schon länger bei dir mit…

    Auch dieser Artikel ist sehr interessant, danke für dein Engagement!

    Mit dem OP-Gedanken beschäftige ich mich schon eine ganze Weile. Bei mir kommen aber noch Polyneuropathie mit ungeklärtem Ursprung (in den jeweils drei äußeren Zehen) und Spreizzehen dazu…

    Hättest du zur PNP auch noch Informationen?

    Danke, Andrea

    • Birgit

      Liebe Andrea,
      ich nehme an, du warst bereits bei einigen Ärzten. Hast du schon TCM ausprobiert? Ich würde auch eine gute Fußreflexzonenmassage empfehlen. Da kommen manchmal Dinge ans Licht, denen wir zu wenig Beachtung schenken. Bist du im Fußletter angemeldet? Da bekommst du zur Begrüßung weitere Tipps.
      Alles Liebe – Birgit

  3. Spiraldynamik macht absolut Sinn, sowohl vor (vielleicht lässt sich die OP umgehen?) als auch nach der OP.
    Nach der OP, um wieder RICHTIG laufen zu lernen, Beweglichkeit in den Fuß zu bringen und besonders um das Quergewölbe wieder aufzubauen. Dazu muss die Betroffene natürlich selbst viel üben …..
    Leider kann es nach einer OP trotzdem wieder zu einer Ausbildung des Hallux kommen. Mit den Übungen der Spiraldynamik kann man dieses Risiko minimieren.
    Liebe Grüße Cornelia Baßler (Heilpraktikerin)

    • Birgit

      Liebe Cornelia,
      oh ja! Spiraldynamik ist wunderbar. Vor allem, wenn ein Fuß schon länger falsch belastet wurde, kann man ihn mit dieser Methode sanft und überzeugend auf Spur bringen. Der Fuß erinnert sich auch daran, dass er ein Quer- und Längsgewölbe hat. Die Schritte werden federnd und das Laufen kostet viel weniger Energie. Danke für deinen Kommentar.
      Alles Liebe – Birgit

  4. Liebe Birgit,
    hm, genau so ist es. Jede erlebt die Operation anders, aber keiner bleibt erspart, sich mit sich auseinanderzusetzen. Ich bin davon überzeugt, wenn diese Auseinandersetzung VOR der Operation stattgefunden hätte, wäre die Genesung schneller und klarer vonstattengegangen. In einer Fußschule kann man sich gut auf eine Oparation vorbereiten. Die Therapeuten nehmen sich Zeit, alles genau zu erklären. Viel Glück und Danke für den Beitrag.

    Liebe Grüße Andrea

    • Birgit

      Liebe Andrea,
      super, dass du das ansprichst. Auch vor einer OP macht es Sinn, sich schon eingehend mit seinen Füßen zu beschäftigen. Wenn die Faszien und die Muskulatur vorbereitet werden, reagieren sie weniger beleidigt und erinnern sich schneller wieder an das Gelernte und Narben machen weniger Probleme.
      Alles Liebe – Birgit

      P.S. Andrea habe ich als „Gewölbebauerin“ aus Regensburg kennen gelernt. Sie leitet die dortige Fußschule 🙂

  5. Gudrun

    Danke für den Artikel. Mir tut noch nichts weh, aber ich frage mich, ob ich den Knochen auch ohne Operation wieder geradestellen kann?

    • Birgit

      Liebe Gudrun,
      so manches ist möglich. Ich empfehle dir, einen Kurs in einer Fußschule zu besuchen. Hast du dich für den Fußletter angemeldet? Da bekommst du weitere Tipps.
      Eines möchte ich dir ans Herz legen: Fange bitte nicht an, deinen Zeh mit Gewalt und ohne Nachsicht in eine andere Richtung zu zerren. Diesen Fehler machen viele. Hab ich auch gemacht. Dein Fuß würde mit einer Entzündung reagieren.
      Geh den sanften Weg. Lade deine Zehen ein, ihre Richtung zu überdenken. Massieren, Mobilisieren und die Tipps, die ich im Fußletter gebe, bringen dich weiter.
      Alles Liebe
      Birgit

  6. Hanni

    Schöner Artikel!
    Ich habe mich bei allen 3 Damen ein Stück weit wieder erkannt.
    Was ich allerdings nicht verstanden habe, warum sich Petra „als Opfer“ gefühlt hat.
    Mit guter Vorbereitung (praktisch, wie auch theoretisch) ließ sich meine Zeit im Krankenhaus und auch danach zuhause den Umständen entsprechend „komfortabel“ gestalten.

    Und als Tipp für alle OP-Interessierte: ein Mehrbettzimmer ist auch als Kassenpatientin vermeidbar. (Fast) jedes Krankenhaus bietet die Möglichkeit, für einen lohnenswerten (!) Aufpreis Einzelzimmer zu buchen. Natürlich vorbehaltlich ungeplanter Auslastung.

    Das einzige, was ich wirklich schwierig fand: Die vielen, notwendigen Wege zur Physio / zum Verbandswechsel etc..
    Auf der einen Seite heißt es: Anfangs unbedingt ruhigstellen und hochlagern und natürlich kein Auto fahren. Aber bereits nach einer Woche muss man regelmäßig zu Arzt- und Physioterminen. Wie soll man da denn hinkommen? Und ich wohne in einer Großstadt, so dass ich immerhin nach 2-3 Wochen auch mal einen 2 km Fußmarsch in Kauf genommen habe (der mir mit Schwellungen gedankt wurde. Frische Lymphdrainage damit umsonst…..) – und ehrlicherweise habe ich die anderen Male ein Taxi genommen…
    Aber Taxikosten werden nur für den Transfer aus dem Krankenhaus nach Hause übernommen bzw. bezuschusst. Das ist ehrlicherweise die einzige Fahrt, bei der man davon ausgehen kann, dass jmd. Nahestehender einen abholt… Im Nachhinein (oder beim 2. Fuß) würde ich auf eine Physio-Verordnung mit Hausbesuch drängen, je nach Entfernung zumindest für die ersten 6 Anwendungen.

    Wie haben das andere gelöst? Gerade in den ländlicheren Regionen stelle ich mir das ausgesprochen schwierig vor.

    • Birgit

      Liebe Hanni,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Die Bezeichnung „Opfer“ bezieht sich auf den ersten Artikel (Hallux-valgus-operieren-oder-nicht) – Darin geht es darum, dass sich Petra bei ihrer ersten OP nicht aus reiflicher Überlegung operieren ließ, sondern um schnell wieder zu funktionieren…
      Danke auch dafür, wie du den „Spagat“ beschreibst zwischen ruhigstellen einerseits und unvermeidbaren Wegen andererseits.
      Liebe Grüße – Birgit

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